Die Deutsche Kreditbank (DKB) zieht sich Schritt für Schritt aus dem Segment Mietkaution zurück. Nachdem bereits das klassische DKB Mietkautionskonto sowie das Vermieterpaket eingestellt wurden, folgt nun der nächste Einschnitt: Laut aktuellem Preis- und Leistungsverzeichnis sind für das DKB Mietaval keine Neuabschlüsse mehr möglich. Für viele Mieter und Vermieter ist das ein klarer Hinweis darauf, dass die DKB ihr Engagement im Bereich Mietkaution vollständig beendet.
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Was bedeutet das für Neukunden?
Wer heute ein Mietaval bei der DKB abschließen möchte, schaut in die Röhre. Der Hinweis im Preis-Leistungsverzeichnis ist eindeutig:
Neuabschlüsse werden nicht mehr angeboten.
Damit entfällt eine der Lösungen für Mieter, die eine Bankbürgschaft als Alternative zur klassischen Mietkaution auf dem Sparbuch gesucht haben.
Was passiert mit bestehenden Mietavalen?
Für alle, die aktuell ein DKB Mietaval nutzen, ändert sich zunächst nichts. Die DKB erhebt weiterhin eine jährliche Avalprovision in Höhe von 3,5 % der Kautionssumme.
Beispiel: Bei einer Mietkaution von 2.000 € fallen jährlich 70 € Gebühren an.
Welche Voraussetzungen galten früher?
Das DKB Mietaval war früher an klare Bedingungen geknüpft:
- Nutzung eines DKB Girokontos seit mindestens 6 Monaten
- positive Bonität
- bestehende Kundenbeziehung zur Bank
Damit hatte die DKB von Beginn an eher Bestandskunden als neue Mieter im Blick. Mit der kompletten Einstellung des Produktes entfällt nun jedoch selbst für langjährige Kunden die Option, ein neues Aval zu eröffnen.
Rückzug aus dem Mietkautionsgeschäft: Der nächste logische Schritt
Die DKB hat ihr Angebot im Bereich Mietkaution innerhalb kurzer Zeit komplett eingestellt:
- Schließung des DKB Mietkautionskontos
- Einstellung des DKB Vermieterpakets
- nun: keine Neuabschlüsse für das DKB Mietaval
Damit verlässt eine der größten Direktbanken in Deutschland dieses Marktsegment – ein deutliches Signal dafür, dass der Bereich für die Bank strategisch an Bedeutung verloren hat.
Welche Alternativen gibt es jetzt?
Eine Mietkautionsbürgschaft kann dann sinnvoll sein, wenn man die Kautionssumme nicht sofort in voller Höhe aufbringen möchte oder kein klassisches Sparbuch hinterlegen möchte. Die Bank oder der Versicherer übernimmt dabei die Bürgschaft gegenüber dem Vermieter und der Mieter zahlt dafür eine jährliche Provision, meist zwischen 2 % und 5 % der Kautionssumme.
Alternativ können Mieter die Kaution über einen kurzfristigen Kredit finanzieren, etwa über einen Ratenkredit der Hausbank oder spezialisierte Online-Anbieter. Die Konditionen hängen stark von der Bonität ab, liegen aber typischerweise bei 3–6 % Effektivzins für kurze Laufzeiten von 12 bis 24 Monaten.
Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) ermöglicht zudem die Zahlung der Kaution in bis zu drei Monatsraten (§ 551 BGB). Das bedeutet: Wenn die Kaution beispielsweise 1.500 € beträgt, kann der Vermieter die Zahlung in drei Teilen zu je 500 € verlangen – eine Option, die Mieter finanziell entlasten kann und die sich mit Bürgschaft oder Teilkredit kombinieren lässt.
Kautionsversicherung (Mietkautionsbürgschaft)
Zahlreiche Anbieter wie Kautionskassen oder Versicherungen bieten flexible Bürgschaftsmodelle.
Vorteile:
- keine Bindung an ein Girokonto
- schneller Online-Abschluss
Mietkautionskonto bei anderen Banken
Einige Banken und Sparkassen bieten weiterhin Mietkautionskonten an – oft klassisch verzinst, manchmal sogar mit digitalen Eröffnungsstrecken.
Treuhandkonten über spezialisierte Anbieter
Besonders für Vermieter und Hausverwaltungen interessant: digitale Treuhandkonten mit automatisierten Abläufen.
Vorteile der Smartmiete Treuhandkonten
Einfach als Vermieter online beantragen
Rechtssicher durch Anlage des Vermieters
Für mehrere Mietverhältnisse ideal
Innerhalb kurzer Zeit Kaution eingerichtet
Nach Mietverhältnis einfach aufzulösen
Fazit: Eine Ära bei der DKB endet
Mit der Einstellung aller Mietkautionsprodukte – Mietkautionskonto, Vermieterpaket und nun auch Mietaval – macht die DKB klar, dass sie keine Rolle mehr im Mietkautionsmarkt spielen möchte.
Für Bestandskunden bedeutet das höhere Kosten und die Notwendigkeit, sich über Alternativen Gedanken zu machen. Für Neukunden bleibt nur der direkte Weg zu anderen Banken oder spezialisierten Anbietern.
