In den letzten Jahren kann man auf dem Wohnungsmarkt beobachten, dass gerade in Ballungsgebieten mit einer hohen Wohnungsknappheit eine Selbstauskunft von Mietern erwünscht ist. Hierbei gibt es verschiedene Arten, angefagen vom einfachen Fragebogen zur einfachen Differenzierung der Interessenten bis hin zu einer Mappe, welche durch die Mieter zusammen gestellt wurde.

Eine Selbstauskunft als Gratwanderung

SelbstauskunftWas möchte man über sich selbst an einen (noch) fremden Vermieter verraten, bzw. welche Informationen sollten überhaupt relevant sein für einen Vermieter um eine Entscheidung bzgl. der Vermietung zu treffen?

Dies muss jeder für sich selber beantworten, folgende Informationen können jedoch hilfreich sein, sofern diese verfügbar sind:

  • Die letzten 2 Gehaltsabrechnungen vom Arbeitgeber
  • Eine schriftliche Bescheinigung vom bisherigen Vermieter
  • Schufa-Auskunft bzw. Einverständniserklärung über die Einholung einer Schufa-Auskunft
  • Ob Haustiere gehalten werden
  • Ob ein Musikinstrument gespielt wird
  • Ob ein Haftbefehl vorliegt
  • Absicht für welchen Zeitraum die Immobilie bewohnt werden soll

Was die Mietkaution angeht, so sollte diese erst dem Vermieter übergeben werden, wenn die Immobilie tatsächlich zugesprochen und der Mietvertrag unterschrieben wurde. Eine Möglichkeit die Kaution jedoch tatsächlich hinterlegen zu können ist bspw. eine Mietkaution Reservierung.

Möchte man als Mieter bereits vorab eine Übersicht der verschiedenen Möglichkeiten, so lohnt sich ein Vergleich im Rechner:

Was ist eine Mieterselbstauskunft?

Eine Mieterselbstauskunft ist eine freiwillige Angabe der Mieter für den Vermieter, bevor tatsächlich eine Immobilie vermietet wird. Manche Vermieter fragen danach und haben ggf. bereits einen Vordruck bei einer Besichtigung, welchen der Mieter ausfüllen kann.

Hierbei ist zu beachten, dass der Mieter nicht gezwungen ist bestimmte Angaben zu machen, oder aber überhaupt die Selbstauskunft zu erteilen. Gleichzeitig ist der Vermieter jedoch auch nicht gezwungen die Immobilie zu vermieten. Somit ist es spannend, welche Informationen ein Vermieter legitim nachfragen darf. Dies wurde durch zahlreiche Mietrecht Urteile bestätigt.

Was darf der Vermieter fragen?

  • Fragen nach der Bonität des Mietinteressenten, die das Arbeitsverhältnis und das Einkommen betreffen (AG Bonn, WM 1992, 597).
  • Angaben zur Solvenz des Mietinteressenten, z.B. nach Vollstreckungsmaßnahmen in den letzten fünf Jahren oder Räumungsklagen (LG Wuppertal, WM 1999, 39).
  • Frage nach einem Insolvenzverfahren in den letzten fünf Jahren (AG Hamburg, ZMR 2003, 744).
  • Fragen zur Bonität/Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (LG Wiesbaden, WM 2004, 399).
  • Angaben zum Familienstand des Mietinteressen (LG Landau, WM 1986, 133).
  • Angaben zum Arbeitsverhältnis und den Einkommensverhältnissen (AG Köln, WM 1992, 596).
  • Fragen nach Mietschulden aus dem vorherigen Mietverhältnis (LG Itzehoe WM 2008, 281)

Fragen rund um die politische Einstellungen oder gesundheitliche Fragen sind jedoch tabu und dürfen nicht in einer Selbstauskunft erscheinen. Möchte der Mieter bereits vorab selber eine Selbstauskunft für ein Mietobjekt mitbringen, so ist dies mit eine Vorlage möglich.

Die richtige Kaution wählen

Wurde einmal die richtige Wohnung gefunden und Miter sowie Vermieter haben sich auch ein Mietverhältnis geeinigt, so ist der nächste Schritt vor dem Einzug die Regelung der Mietkaution, also einer Sicherheitsleistung, neben der Selbstauskunft und Auskunft über die Bonität des Mieters. Ein Vergleich verschiedener Arten der Kaution ist sinnvoll, bspw. mit dem Vergleichsrechner für die Mietkaution.

Im Gegensatz zu einer Mieterselbstauskunft sollte die Mietkaution nicht vor Unterschreiben des Mietvertrags dem Mieter übergeben werden. Die Mietkaution ist eine Verinbarung die erst zum Tragen kommt, wenn der Mietvertrag unterschrieben wurde.