Die Mietkaution ist zunächst einmal eine Sicherheitshinterlegung für den Vermieter, der damit im Falle des Falles seine Kosten abdecken kann. Hierbei wird selten die Verbindung zu einer Inflation geführt – die Sicherheitsleistung wird anfangs bei einem Mietverhältnis hinterlegt und in den meisten Fällen nicht weiter beachtet – bis der Auszug ansteht und die Kaution wieder ausgelöst werden soll, bzw. die Mietkaution zurück gezahlt werden soll. Eine Inflation geschieht für die meisten Währungen hingegend schleichend – also wenige Prozent im Jahr, in den seltesten Fällen passiert die Inflation schlagartig und heftig – in diesem Fall würde man von einer Hyperinflation sprechen.

Hinterlegt nun ein Mieter eine Kautionssumme von 3000€ zu Beginn seines Mietverhältnisses und rechnet man je Jahr 3% Inflation ein, so hätte nach 5 Jahren die Kaufkraft der Mietkaution durch die Inflation soweit abgenommen, dass man hiermit lediglich 2587,83€ Gegenwert hätte.

Mit dem Rechner kann man berechnen wie viele Zinsen man in einem Zeitraum bekommen würde, häufig gleicht dies die Inflation nicht aus.

Für viele Mieter und Vermieter ist diese Art der Inflation auf Ihre Einlage nicht bewusst und selten werden Mietkautionen in Sachwerte oder inflationsgeschützte Anlagemöglichkeiten angelegt sondern in der Regel auf einem Mietkautionskonto. Dieses bietet leider aufgrund der Niedrigzinsphase wenig Rendite – häufig erhalten Mieter hierfür lediglich nur noch 0,01% Zinsen oder sogar gar keine Zinsen mehr.

Eine Möglichkeit dies für die Mietkaution zu ändern besteht darin die Kaution überhapt nicht zu hinterlegen, bspw. mit einer Mietkautionsbürgschaft. Möchte man eine Anlagemöglichkeit anstatt einer Versicherung, so bietet sich hierfür das Mietkautionsdepot an. Auf diesem wird in Sachwerte wie Fonds investiert, welche inflationssicherer sind und zudem auch eine höhere Rendite ermöglichen. Gleichzeitig bieten diese jedoch auch ein höheres Risiko in der kurzfristigen Volatilität.