Kautel Mietkautionsbürgschaft

Veröffentlicht am Aktualisiert am 5 Min. Lesezeit

Kautel vermittelt eine Mietkautionsversicherung über die cresult GmbH in Kooperation mit der R+V Versicherung AG. Die Bonitätsprüfung läuft über Infoscore statt SCHUFA — relevant für alle, die eine SCHUFA-Anfrage vermeiden möchten.


Konditionen im Überblick

MerkmalWert
Jahresbeitrag4,7 % der Kautionssumme bei jährlicher Zahlung, bis 5,5 % bei monatlicher
Mindestkaution400 €
Mindestbeitrag pro Jahr50 €
Maximale Kautionssumme15.000 €
Mindestlaufzeitkeine, jederzeit kündbar
BonitätsprüfungInfoscore
Auszahlung im SchadensfallMieterschutz — nicht auf erstes Anfordern

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Beitragssätze nach Zahlweise

ZahlweiseBeitragssatz
Jährlich4,70 %
Halbjährlich4,90 %
Vierteljährlich5,20 %
Monatlich5,50 %

Kostenrechner

Der Schnellrechner zeigt den Beitrag bei jährlicher Zahlung, dem günstigsten Tarif:

Jahresbeitrag bei jährlicher Zahlung: · umgerechnet pro Monat:

Mit Mindestbeitrag von 50 € im Jahr. Wer monatlich zahlt, zahlt 5,50 % statt 4,70 % — siehe Tabelle unten.

Wie funktioniert der Antrag?

Der Online-Antrag dauert meist 5–10 Minuten:

  1. Antragsart wählen (Neukaution, Umschichtung oder Vermieterbrief)
  2. Kautionssumme und Zahlweise angeben
  3. Angaben zu Mieter, Vermieter und Zahlungsabwicklung machen
  4. Bestätigung per E-Mail innerhalb weniger Minuten

Für Vermieter: Der Vermieterbrief

Vermieter erhalten einen „Vermieterbrief“ mit Details zur R+V-Versicherungsdeckung. Mieter können dieses Dokument bereits bei der Wohnungssuche vorlegen. Im Schadensfall steht ein separates Schadensmeldeformular zur direkten Kontaktaufnahme mit der Versicherung bereit.

Für Vermieter ist entscheidend, was die Urkunde leistet: Sie ist eine Bürgschaft, keine Verpfändungserklärung. Es liegt also kein Geld auf einem Konto, sondern die R+V haftet bis zur vereinbarten Summe. Ein Vermieter muss eine Bürgschaft nicht akzeptieren — der gesetzliche Regelfall ist die Geldkaution. Die Zahlungsmodalität ist dabei der wichtigste Prüfpunkt: Kautel zahlt nicht auf erstes Anfordern, sondern hört zuvor den Mieter an (siehe FAQ). Wie sich beide Bürgschaftsformen für Vermieter unterscheiden, erklärt Bürgschaft auf erstes Anfordern.

Kostenbeispiele

Zwei Zahlweisen, zwei verschiedene Sätze. Unter rund 1.064 € Kautionssumme greift bei jährlicher Zahlung der Mindestbeitrag von 50 €.

Kautionssummejährlich zahlend (4,70 %)monatlich zahlend (5,50 %)Mehrkosten monatlich pro Jahr
750 €50,00 € (Mindestbeitrag)4,17 €/Monat = 50,00 €0,00 €
1.000 €50,00 € (Mindestbeitrag)4,58 €/Monat = 55,00 €5,00 €
1.500 €70,50 €6,88 €/Monat = 82,50 €12,00 €
2.000 €94,00 €9,17 €/Monat = 110,00 €16,00 €
3.000 €141,00 €13,75 €/Monat = 165,00 €24,00 €
5.000 €235,00 €22,92 €/Monat = 275,00 €40,00 €

Die monatliche Zahlweise ist bequem, kostet aber rund 17 % mehr. Wer es sich leisten kann, zahlt jährlich.

Was die Bürgschaft über die Mietdauer kostet

Der Beitrag ist nicht rückzahlbar — er ist der Preis dafür, kein Kapital zu binden. Bei einer Kautionssumme von 2.400 € und jährlicher Zahlung ergibt das:

Mietdauergezahlte BeiträgeAnteil an der Kautionssumme
2 Jahre225,60 €9,4 %
5 Jahre564,00 €23,5 %
10 Jahre1.128,00 €47,0 %
gut 21 Jahre2.400,00 €100 %

Nach gut 21 Jahren hat der Mieter die Kautionssumme einmal vollständig als Beitrag gezahlt, ohne dass davon etwas zurückkommt. Eine Barkaution auf einem Kautionskonto kommt dagegen in voller Höhe plus Zinsen zurück, soweit keine berechtigten Forderungen bestehen.

Die Bürgschaft lohnt sich deshalb vor allem in drei Fällen: bei kurzen Mietdauern, wenn das Kapital für die Kaution schlicht fehlt, oder wenn es anderweitig mehr als rund 4,7 % im Jahr erwirtschaftet. Wer diese Frage für die eigene Kautionssumme rechnen möchte, findet im Mietkautionsrechner den direkten Vergleich von Kautionskonto, Bürgschaft und Depot. Wer die Kaution vor allem nicht auf einmal aufbringen kann, sollte zuerst die gesetzliche Ratenzahlung in drei Monatsraten prüfen — sie kostet nichts.

Weitere Merkmale

  • Umschichtung bestehender Kautionen möglich, etwa bei Umzug
  • Seit 2015 auch für gewerbliche Mietverhältnisse verfügbar
  • Flexible Zahlungsintervalle mit entsprechend angepassten Sätzen

Erfahrungen

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Häufige Fragen

Warum nutzt Kautel Infoscore statt SCHUFA?

Infoscore ist eine alternative Wirtschaftsauskunftei — die Bonitätsprüfung darüber vermeidet einen zusätzlichen Eintrag in der SCHUFA-Akte, was für manche Antragsteller mit angespannter SCHUFA-Historie vorteilhaft sein kann.

Was passiert, wenn die maximale Kautionssumme von 15.000 € nicht ausreicht?

Für höhere Kautionssummen bietet Kautel die Bürgschaft nicht an — in diesem Fall bleibt nur ein klassisches Kautionskonto oder ein anderer Anbieter mit höherer Deckungssumme.

Kann ich zwischen den Zahlweisen wechseln?

In der Regel ja, zum jeweils nächsten Beitragszeitraum — dabei ändert sich automatisch auch der Beitragssatz gemäß der gewählten Zahlweise.

Wie hoch ist der Mindestbeitrag bei Kautel?

50 € im Jahr. Bei jährlicher Zahlung greift er unter einer Kautionssumme von rund 1.064 €, bei monatlicher unter rund 909 €. Für kleine Kautionen ist die Bürgschaft deshalb verhältnismäßig teuer — bei 750 € Kaution entsprechen 50 € einem effektiven Satz von 6,7 %.

Bekomme ich die gezahlten Beiträge zurück?

Nein. Der Beitrag ist der Preis für die Bürgschaft und wird nicht erstattet — auch nicht, wenn der Vermieter am Ende nie etwas in Anspruch nimmt. Das ist der grundlegende Unterschied zur Barkaution, die in voller Höhe plus Zinsen zurückkommt.

Muss mein Vermieter die Kautel-Bürgschaft akzeptieren?

Nein. Der gesetzliche Regelfall ist die Geldkaution; eine Bürgschaft setzt die Zustimmung des Vermieters voraus. Den Vermieterbrief können Sie schon bei der Wohnungssuche vorlegen, um das früh zu klären.

Zahlt Kautel „auf erstes Anfordern“ an den Vermieter?

Nein — Kautel bietet Mieterschutz: Meldet der Vermieter einen Anspruch, wird zunächst der Mieter kontaktiert und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor eine Zahlung erfolgt. Das unterscheidet Kautel von reinen „Auf erstes Anfordern“-Bürgschaften, bei denen der Vermieter ohne vorherige Prüfung ausgezahlt bekommt. Mehr dazu: Bürgschaft auf erstes Anfordern: Was bedeutet das?.


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