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Mietkautionskonto Vergleich: Welche Anbieter sind kostenlos?
Nur noch wenige Anbieter führen ein Mietkautionskonto, drei davon komplett kostenlos: Smartmiete und heykaution für Vermieter sowie seit August 2026 die Deutsche Mietkaution (Baader Bank), die auch Mietern offensteht. Direktbanken wie ING, comdirect, Consorsbank oder N26 bieten keins an. Technisch ist jedes Kautionskonto ein zweckgebundenes Sparkonto — die Angebote unterscheiden sich vor allem in Zins und Gebühr sowie Mehrwertdiensten für Vermieter.
Von den 22 verglichenen Anbietern sind aktuell nur 3 wirklich komplett kostenlos — weder Einrichtungs- noch Kontoführungsgebühr:Smartmiete (Instabank), Deutsche Mietkaution (Baader Bank) und heykaution (Volksbank). Alle übrigen Filialbanken verlangen zumindest eine einmalige Einrichtungsgebühr zwischen 15 € und 59 €, teils zusätzlich eine laufende Kontoführungsgebühr.
Wichtig: „Kostenlos" bezieht sich hier ausschließlich auf die Kontoführung selbst — die eigentliche Kautionssumme (maximal drei Nettokaltmieten nach § 551 BGB) muss unabhängig vom gewählten Anbieter in voller Höhe hinterlegt werden.
Kostenloses Mietkautionskonto mit Zinsen: Geht beides zusammen?
„Gebührenfrei" und „verzinst" sind zwei getrennte Fragen — und der Vergleich dreht die Erwartung um: Ausgerechnet die drei kostenlosen Konten zahlen aktuell den höchsten Zins, während die gebührenpflichtigen Filialbanken mit 0,01 % p. a. oder darunter praktisch nichts gutschreiben. Ein Konto, das gleichzeitig nichts kostet und einen spürbaren Zins bringt, gibt es also — aber nur bei den digitalen Anbietern.
Was das konkret bedeutet, zeigt die Rechnung für eine Kaution von 2.400 € (drei Nettokaltmieten à 800 €) im ersten Jahr: Zinsertrag abzüglich einmaliger Einrichtungsgebühr.
Der Zins holt die Gebühr also erst nach sehr langer Zeit wieder herein: Bei 0,01 % p. a. und 59 € Einrichtungsgebühr dauert das rechnerisch mehrere Jahrhunderte — praktisch nie. Umgekehrt ist die Deutsche Mietkaution der einzige Anbieter im Vergleich, bei dem bei typischer Kautionshöhe überhaupt ein zweistelliger Eurobetrag pro Jahr zusammenkommt. Die vollständige Kostenseite — inklusive laufender Gebühren und Opportunitätskosten — steht unter Was kostet ein Mietkautionskonto?, den eigenen Zinsertrag rechnet der Kautionsrechner aus.
Für Mieter bleibt nur ein gebührenfreies Konto mit Zins
Smartmiete und heykaution sind Treuhandkonten, die der Vermieter eröffnet — Mieter können sie nicht selbst beantragen. Wer als Mieter ein eigenes, auf den eigenen Namen laufendes Kautionskonto sucht, das gebührenfrei und verzinst ist, findet unter den 22 verglichenen Anbietern derzeit nur die Deutsche Mietkaution. Bei allen übrigen Konten, die Mietern offenstehen, fällt mindestens eine Einrichtungsgebühr an.
Am Zinsanspruch ändert die Kontoform nichts: Nach § 551 BGB stehen die Zinsen immer dem Mieter zu, auch wenn das Konto auf den Namen des Vermieters läuft — sie erhöhen die Kaution und werden bei der Abrechnung nach dem Auszug mit ausgezahlt. Die Kontoführungsgebühr trägt dagegen in aller Regel derjenige, der das Konto eröffnet hat.
Was vom Zins nach Steuern übrig bleibt
Zinsen auf die Mietkaution sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Bei den hier gerechneten Beträgen spielt das praktisch keine Rolle: Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr (2.000 € bei Zusammenveranlagung) deckt einen Zinsertrag von 36 € mühelos ab — vorausgesetzt, bei der Bank liegt ein Freistellungsauftrag vor. Ohne ihn behält die Bank die Steuer automatisch ein und man holt sie sich erst über die Steuererklärung zurück.
Einzuordnen sind die Zinssätze im historischen Verlauf: Nach dem Rekordtief von 0,09 % im Jahr 2021 liegen die heutigen Sätze wieder höher, aber weit unter dem Niveau früherer Jahrzehnte — nachzulesen in der Zinsentwicklung auf Mietkautionen seit 2010 und der Zinssatz-Tabelle seit 1967.
Alle genannten Zinssätze sind variabel und können von den Anbietern jederzeit angepasst werden. Stand der Prüfung: August 2026. Die Angaben sind keine Anlageberatung.
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Rechtliche Hinweise: Der Vergleich bietet keinen kompletten Marktüberblick. Hauptrankingfaktor ist das Gesamtergebnis, welches anhand der Filtereinstellungen und den jeweiligen Produktkonditionen berechnet wird. Die Listung beginnt mit den größten Erträgen und endet mit den höchsten Kosten. Bei ertrags-/kostengleichen Produkten wird zusätzlich die Abschlussquote berücksichtigt. D. h. Produkte, die im Verhältnis zu den Aufrufen hier öfter gewählt werden, sind höher platziert.
Was fordert der Gesetzgeber?
Nach § 551 BGB muss die Kaution getrennt vom übrigen Vermögen des Vermieters angelegt werden — zu dem für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist üblichen Zinssatz, sofern nichts anderes vereinbart wird. Die aufgelaufenen Zinsen stehen dabei immer dem Mieter zu. Was diese Trennungspflicht rechtlich genau bedeutet, erklärt Treuhandkonto & Anderkonto für die Mietkaution.
Für Vermieter mit mehreren vermieteten Wohnungen lohnt sich oft ein einziges Kautionssammelkonto statt eines separaten Kontos pro Wohnung. Und wird eine vermietete Immobilie verkauft, geht die Kaution nicht verloren, sondern muss an den neuen Eigentümer übertragen werden — Details dazu unter Mietkaution bei Eigentümerwechsel.
Tagesgeld, Festgeld oder Kündigungsgeld: Welche Kontoform eignet sich?
Hinter dem Begriff „Mietkautionskonto" steckt keine eigene Kontoart. Banken nutzen dafür eine ihrer normalen Einlagenformen, die sich vor allem darin unterscheiden, wie schnell das Geld verfügbar ist und ob die Laufzeit feststeht. Für die Kaution entscheidend: Das Mietverhältnis hat kein festes Ende, das Geld muss aber sicher und getrennt vom Vermögen des Vermieters liegen.
Kontoform
Verfügbarkeit
Laufzeit
Eignung für die Kaution
Tagesgeld
täglich
unbefristet
möglich, vor allem als Treuhandkonto des Vermieters; eine Verpfändung bieten Banken dafür selten an
Festgeld
erst zum Laufzeitende
fest vereinbart
kaum geeignet, weil das Ende des Mietverhältnisses nicht planbar ist
gut geeignet und bei Sparkassen die Standardform, verpfändet an den Vermieter oder als Treuhandkonto
Sparbuch (Spareinlage)
nach drei Monaten Kündigungsfrist
unbefristet
die klassische Form, auf die sich § 551 BGB beim Zinssatz bezieht; heute seltener angeboten
Das Gesetz schreibt keine bestimmte Kontoart vor. Es verlangt eine Anlage bei einem Kreditinstitut zum üblichen Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, andere Anlageformen können Mieter und Vermieter vereinbaren. Das Kündigungsgeldkonto kommt dieser Vorgabe am nächsten, ohne dass ein Sparbuch nötig ist. Von 120 geprüften Sparkassen-Produktseiten beschrieben im September 2026 108 ihr Kautionskonto ausdrücklich als Kündigungsgeldkonto. Wo Zinsen genannt waren, lagen sie zwischen 0,001 % und 0,50 % p. a., bei Kündigungsfristen von einem Tag bis 90 Tagen. Wer eine höhere Rendite sucht und mit Kursschwankungen leben kann, findet unter Mietkautionsdepot die Alternative mit Fondsanteilen.
Warum bieten immer weniger Banken ein Mietkautionskonto an?
Innerhalb weniger Jahre haben mehrere große Filialbanken die Neuvergabe eingestellt: die Postbank zum 1. Oktober 2020, die Deutsche Bank 2021 für Privatkunden, die HypoVereinsbank 2023 und die DKB zuletzt ebenfalls. Direktbanken wie ING und comdirect hatten das Produkt nie im Angebot. Der Hauptgrund ist das anhaltende Niedrigzinsumfeld: Ein Kautionskonto verursacht Verwaltungsaufwand — Verpfändungserklärungen, Freigaben, Sonderregeln bei Auszug — bringt der Bank selbst aber kaum Ertrag. Für viele Institute lohnt sich das Geschäft schlicht nicht mehr.
Bestehende Konten sind davon nicht betroffen und laufen normal bis zur Auflösung weiter — nur die Neueinrichtung ist bei diesen Banken nicht mehr möglich. Wer wann ausgestiegen ist und was an die Stelle getreten ist, hält die Chronik: Welche Banken das Mietkautionskonto aufgegeben haben seit 2010 fest. Ein ausführlicher Vergleich klassischer Filialbanken (Sparkasse, Volksbank, Sparda-Bank & Co.) mit den Online-Alternativen:Filialbank oder Online-Kautionskonto?
Weitere geprüfte regionale Anbieter
Sparkassen, Volksbanken, PSD Banken und Sparda-Banken sind jeweils eigenständige, regional organisierte Institute — eine vollständige Liste aller Filialen mit Kautionskonto lässt sich praktisch nicht pflegen. Für unsere Datenbank regionaler Banken prüfen wir die Institute einzeln auf ihren eigenen Produktseiten. Namentlich bestätigt sind unter den größeren Häusern zuletzt (Stand: August 2026):
Sparkassen: Kreissparkasse Köln, Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, Nassauische Sparkasse, Sparkasse Nürnberg und Sparkasse Saarbrücken (jeweils für Mieter oder Vermieter) sowie Sparkasse Kaiserslautern (nur für Vermieter)
Volksbanken/Raiffeisenbanken: Frankfurter Volksbank, Volksbank Stuttgart und Hannoversche Volksbank (jeweils nur für Vermieter bzw. Hausverwaltungen)
PSD Banken: PSD Bank Nürnberg (für Mieter oder Vermieter) und PSD Bank München (nur für Mieter, vollständig online)
Sparda-Banken: Sparda-Bank Baden-Württemberg, Hamburg, Nürnberg, Ostbayern und Augsburg sowie Sparda-Bank West (nur für Vermieter) — geprüft an Produktseiten und Preisverzeichnissen, Stand September 2026
Kirchenbanken: Bank im Bistum Essen und Evangelische Bank (jeweils nur für Vermieter)
Eine Reihe von Instituten, die früher ein Kautionskonto führten, weist heute nur noch eine Bürgschaft oder Kautionsversicherung aus — darunter Sparkasse Bremen, Sparkasse KölnBonn, Sparkasse Leipzig, Sparkasse Magdeburg, Sparkasse Pforzheim Calw und mehrere Volksbanken. Sparkasse Harburg-Buxtehude und Kreissparkasse Heilbronn haben das Angebot ganz eingestellt.
Mieter eröffnen das Konto meist auf den eigenen Namen. Nach Einzahlung der Kautionssumme stellt die Bank eine Verpfändungserklärung aus — üblicherweise im Original für den Vermieter und einer Kopie für den Mieter selbst. Vorteil: Der Mieter wählt die Bank mit den besten Konditionen frei aus.
Kautionskonto wird vom Mieter eröffnet
Als Vermieter das Mietkautionskonto eröffnen
Vermieter richten ein insolvenzsicheres Treuhandkonto ein, das rechtlich vom eigenen Vermögen getrennt ist. Der Mieter kann direkt darauf einzahlen, oder eine bestehende Kaution wird auf das neue Konto umgebucht. Vorteil für Mieter: die Option, in drei Raten zu zahlen. Vorteil für Vermieter: direkter Zugriff im Sicherungsfall.
Treuhandkonto wird vom Vermieter eröffnet
Mietkaution gesetzeskonform & ohne Aufwand verwalten
Digitale Treuhandkonten für Vermieter – gesetzeskonform & schnell eingerichtet
In 5 Minuten online eingerichtet – ohne Papierkram
100 % gesetzeskonform gemäß § 551 BGB
Alle Mietkautionen zentral & übersichtlich verwalten
Wo gibt es noch ein kostenloses Mietkautionskonto?
Einige Anbieter führen das Konto weiterhin gebührenfrei, oft an Bedingungen wie ein bestehendes Gehaltskonto oder eine Genossenschaftsmitgliedschaft geknüpft. Seit 2025 bietet Smartmiete (Partnerbank Instabank) ein kostenloses Treuhandkonto für Vermieter an. Seit August 2026 gibt es zusätzlich die Deutsche Mietkaution (miet-kaution.de) mit einem Konto bei der Baader Bank, das ohne Eröffnungs- und Kontoführungsgebühr auskommt und auch einzelnen Mietern offensteht.
Warum haben so viele Banken das Mietkautionskonto eingestellt?
Postbank, Deutsche Bank und HypoVereinsbank haben die Neuvergabe in den letzten Jahren eingestellt — der Hauptgrund ist das anhaltende Niedrigzinsumfeld, in dem sich der Verwaltungsaufwand für die Banken kaum noch lohnt. Details dazu weiter oben im Abschnitt „Warum bieten immer weniger Banken ein Mietkautionskonto an?".
Was ist der Unterschied zur Bankbürgschaft?
Bei der Bankbürgschaft (Mietaval) zahlt der Mieter eine laufende Gebühr statt die volle Kautionssumme zu hinterlegen. Das erfordert in der Regel eine positive Bonitätsprüfung, schont aber die Liquidität — etwa während der Wartezeit auf die Rückzahlung einer vorherigen Kaution. Wann sich das lohnt, erklärt Wann lohnt sich ein Avalkredit als Mietkaution?
Bietet die ING (ehemals ING-DiBa) ein Kautionssparbuch an?
Nein. Die ING führt weder ein Kautionssparbuch noch ein anderes Mietkautionskonto — dort lässt sich die Mietkaution nicht anlegen. Der ausführliche Hintergrund und passende Alternativen stehen unter ING Mietkautionskonto.
Was ist ein Mietkautionskonto genau?
Ein separates Bankkonto, auf dem die Mietkaution getrennt vom übrigen Vermögen von Mieter oder Vermieter angelegt wird — meist als Kautionssparbuch oder Treuhand-/Anderkonto mit Verpfändungserklärung zugunsten des Vermieters. Es ist damit die klassische Alternative zur Mietkautionsbürgschaft oder einem Mietkautionsdepot.
Auf welchen Namen läuft das Mietkautionskonto?
Je nachdem, wer das Konto eröffnet: Eröffnet der Mieter es selbst, läuft es auf seinen Namen, mit einer Verpfändungserklärung zugunsten des Vermieters. Eröffnet stattdessen der Vermieter ein Treuhandkonto, läuft es formal auf dessen Namen, muss aber insolvenzsicher vom übrigen Vermögen getrennt geführt werden (§ 551 BGB).
Muss die Mietkaution zwingend auf ein separates Konto?
Gesetzlich vorgeschrieben ist nur die insolvenzsichere, vom übrigen Vermögen getrennte Anlage (§ 551 BGB) — ein eigenes Kautionskonto ist dafür die gängigste, aber nicht die einzige Lösung. Alternativen wie ein Kautionssammelkonto für mehrere Wohnungen oder eine Mietkautionsbürgschaft erfüllen dieselbe rechtliche Anforderung.
Wer zahlt die Kontoführungsgebühren — Mieter oder Vermieter?
Muss der Vermieter die Kaution anlegen — etwa bei einer Barkaution oder einem von ihm geführten Treuhandkonto —, trägt er auch die Kontokosten. Er darf sie weder der Kaution noch den Zinsen belasten oder auf die Nebenkosten umlegen; entsprechende Klauseln halten Gerichte überwiegend für unwirksam. Eröffnet der Mieter dagegen ein eigenes Sparkonto und verpfändet es an den Vermieter, zahlt er die Gebühren für sein Konto selbst.
Darf der Vermieter das Mietkautionskonto einfach auflösen?
Nein, nicht eigenmächtig während des laufenden Mietverhältnisses. Eine Auflösung bzw. Auszahlung ist regulär erst nach Beendigung des Mietverhältnisses und Abrechnung möglicher Ansprüche vorgesehen. Details zum Ablauf: Mietkautionskonto auflösen.
Ist während der Mietzeit eine Teilauszahlung möglich?
Nur in Ausnahmefällen und mit Zustimmung beider Parteien — etwa wenn ein bereits abgerechneter Teilanspruch unstrittig feststeht. Die reguläre Auszahlung erfolgt erst nach Mietende und vollständiger Kautionsabrechnung.
Wie kündigt bzw. wechselt man das Mietkautionskonto?
Ein Bankwechsel erfordert die Zustimmung des Vermieters, da die neue Verpfändungserklärung auf dessen Namen ausgestellt werden muss — das Guthaben wird dabei auf das neue Konto übertragen, das alte anschließend geschlossen. Ohne Zustimmung des Vermieters ist ein Wechsel während des laufenden Mietverhältnisses in der Regel nicht möglich.
Muss ich Kunde der Bank sein, um dort ein Mietkautionskonto zu eröffnen?
Das ist je nach Anbieter unterschiedlich. Einige Filialbanken eröffnen das Konto nur für eigene Kunden oder verlangen ohne Gehaltskonto eine deutlich höhere Gebühr (siehe Targobank in der Tabelle), Genossenschaftsbanken teils eine Mitgliedschaft. Online-Plattformen wie die Deutsche Mietkaution setzen keine bestehende Kundenbeziehung voraus. Die Bedingungen ändern sich regelmäßig — vor der Eröffnung direkt beim Institut nachfragen.
Kann ein Kautionssparbuch auf einen anderen Mieter übertragen werden?
Ja, wenn alle Beteiligten zustimmen: bisheriger Mieter, neuer Mieter und Vermieter. Praktisch gibt es zwei Wege — die Bank schreibt das Sparbuch mit einem Übertragungsformular auf den neuen Mieter um, oder der neue Mieter eröffnet ein eigenes Kautionskonto und der bisherige erhält sein Guthaben zurück. In beiden Fällen muss der Vermieter eine neue Verpfändungserklärung erhalten. Wie der bisherige und der neue Mieter den Betrag untereinander ausgleichen, sollten sie schriftlich festhalten — mehr dazu unter WG-Kautionskonto: mehrere Mieter, ein Konto.
Wie legt man als Vermieter eine bar erhaltene Kaution an?
Auch eine Barkaution muss getrennt vom eigenen Vermögen angelegt werden. Am einfachsten ist es, gar kein Bargeld anzunehmen und den Mieter direkt auf das Kautionskonto überweisen zu lassen. Liegt das Geld schon bar vor, führt der Weg über eine Filialbank mit Kautionskonto; bei reinen Online-Anbietern ist eine Bareinzahlung meist nicht möglich. Über den erhaltenen Betrag sollte der Mieter immer eine Quittung bekommen.
Hat der Mieter Anspruch auf einen Nachweis über das Kautionskonto?
Ja, der Vermieter muss belegen, dass die Kaution wie vorgeschrieben getrennt von seinem Vermögen angelegt ist — etwa durch Angabe von Bank und Kontoart oder eine Bankbestätigung. Schon vor der Zahlung darf der Mieter verlangen, dass der Vermieter ein insolvenzfestes Konto benennt (BGH, Urteil vom 13. Oktober 2010, VIII ZR 98/10). Einen ausdrücklichen gesetzlichen Anspruch auf eine Kopie des Sparbuchs gibt es nicht. Nach Mietende muss die Abrechnung aber erkennen lassen, welcher Betrag inklusive Zinsen zurückgezahlt oder einbehalten wird. Im Streitfall helfen Mieterverein oder Anwalt weiter.
Kann die Bank ein verpfändetes Kautionssparbuch ohne Zustimmung des Mieters an den Vermieter auszahlen?
Die Bank prüft nicht, ob die Forderung des Vermieters berechtigt ist. Verwerten darf der Vermieter das verpfändete Guthaben aber nur, wenn ihm eine fällige Forderung gegen den Mieter zusteht (Pfandreife). Üblicherweise informiert die Bank den Mieter vorab und zahlt erst nach einer Wartefrist aus, häufig vier Wochen. In dieser Zeit kann der Mieter gegenüber dem Vermieter widersprechen und eine unberechtigte Auszahlung notfalls per einstweiliger Verfügung stoppen lassen. Während des laufenden Mietverhältnisses darf der Vermieter die Kaution wegen streitiger Forderungen nicht verwerten (BGH, Urteil vom 7. Mai 2014, VIII ZR 234/13). Mieterverein oder Anwalt sollten früh eingeschaltet werden. Wann der Zugriff überhaupt zulässig ist, erklärt Wann darf der Vermieter auf die Mietkaution zugreifen?
Ist ein Mietkautionskonto ein normales Sparkonto?
Im Kern ja. Ein eigenes Bankprodukt namens „Mietkautionskonto" gibt es nicht — Banken nehmen dafür ein Sparkonto und ergänzen es um eine Zweckbindung. Entweder läuft es auf den Namen des Mieters und wird per Verpfändungserklärung an den Vermieter verpfändet, oder der Vermieter eröffnet es auf seinen Namen und kennzeichnet es als offenes Treuhandkonto. Beides sorgt dafür, dass das Guthaben getrennt vom Vermögen des Vermieters liegt und nicht frei verfügbar ist.
Welches Sparkonto eignet sich für die Mietkaution?
§ 551 BGB schreibt keine bestimmte Kontoart vor, sondern eine getrennte Anlage und mindestens den üblichen Zinssatz für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist, soweit nichts anderes vereinbart ist. Am besten passt ein Kündigungsgeldkonto: unbefristet wie das Mietverhältnis, aber nicht täglich fällig. Festgeld eignet sich kaum, weil das Ende des Mietverhältnisses nicht planbar ist. Die Unterschiede im Detail stehen oben im Abschnitt „Tagesgeld, Festgeld oder Kündigungsgeld" und unter Sparkonto.
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