Gut informiert über die Mietkaution

Möglichkeiten der Mietkaution erörtern. Information sind das A und O.

Der Begriff Kaution kommt aus dem Lateinischen und leitet sich vom Begriff cautio ab. Das bedeutet soviel wie „Sicherheit“ oder „Vorsicht“. In der Regel wird ein Pfand oder eine Kaution dann gefordert wenn für eine bestimmte Leistung oder Bereitstellung gebürgt werden soll. Die Kautionshinterlegung ist dabei ein finanzielles Mittel um eine Gegenleistung zu erhalten.

Es gibt verschiedene Arten der Kaution, häufig wird von Mietkaution gesprochen. Dies ist die Hinterlegung von maximal 3 Kaltmieten, welche dem vermieter als Sicherheit dienen.

Mietkaution, auch Mietaval genannt sind andere Begriffe für den fachlich korrekten Begriff Mietsicherheit. Die Mietkaution ist eine Gegenleistung vom Mieter an den Vermieter welche zunächst eine Sicherheit zum Mietobjekt darstellt.

Sicherheit in Form von überlicherweise 2-3 Monatskaltmieten. Laut Mietrecht darf die Mietkaution maximal 3 Monatskaltmieten betragen und kann in unterschiedlichen Formen hinterlegt werden.

Die Mietkaution wird in der Regel treuhänderisch durch eine 3. Instanz verwaltet (z.B. eine Bank in Form eines Mietkautionskontos) und nur in besonderen Fällen herausgegeben. So zum Beispiel bei Forderungen des Mieters in Angelegenheiten wie Mietausfall, Nebenkostenausfall oder Reparaturleistungen nach Ende des Mietverhältnisses.

Alle Möglichkeiten der Mietkaution im Vergleich

Die Mietkaution gibt es in unterschiedlichen Darreichungs- und Anlageformen.

  1. Klassisches Mietkautionssparbuch
    Das Sparbuch der Hausbank oder Internetbank bietet einen durchschnittlichen Zinssatz und ist einfach zu beantragen. Als Kautionskonto wird es umgewandelt sobald die Kautionssumme hinterlegt wurde.
    Mehr zum Sparbuch erfahren Sie hier.
  2. Tagesanleihe des Bundes
    Die Tagesanleihe des Bundes kann zu bestimmten Konditionen interessant sein. Aufgrund der Modalität der Verszinsung ist diese etwas komplexer als andere Anlagen.
    Mehr zur Tagesanleihe als Mietkaution erfahren Sie hier.
  3. Bausparvertrag
    Für „Häuslebauer“ oder konservative Anleger ist ein Bausparvertrag ebenefalls möglich als Mietkaution zu hinterlegen. Hierbei dient der Bausparvertrag lediglich als „Mittel zum Zweck“ – ideal für Menschen die sowieso bereits einen Bausparvertrag besparen, oder auch zukünftig planen ein Eigenheim zu beziehen.
    Mehr zum Thema Bausparvertrag als Mietkaution erfahren Sie hier.
  4. Mietkautionsbürgschaft oder Mietkautionsversicherung
    Die Mietkautionsversicherung, Mietkautionsbürgschaft oder auch „Kautionsschutzbrief“ genannt – ist eine gute Zwischenlösung, oder aber für Mieter gedacht, welche die Mietkaution nicht als Anlage nutzen möchten. Sehr populär wurde diese in den letzten Jahren durch Funk- und Fernsehwerbung bspw. von kautionsfrei.
    Mehr zur Mietkautionsbürgschaft als Mietkaution erfahren Sie hier.
  5. Tagesgeldkonto
    Das Tagesgeldkonto ist einer der Exoten unter den Möglichkeiten für die Mietkaution. Ob und wie es möglich ist die Mietkaution auf einem Tagesgeldkonto anzulegen hängt von der Bank ab.
    Mehr Informationen zur Mietkaution auf einem Tagesgeldkonto erhalten Sie hier.
  6. Bankbürgschaft
    Die Bankbürgschaft ist eine der ältesten Formen der Kautionshinterlegung. Je nach Solvenz des Mieters gibt die Bank eine Bürgschaft aus. Eine Bankbürgschaft ist nicht zu verwechseln mit einer Kautionsbürgschaft (siehe Mietkautionsversicherung)
    Mehr Informationen zur Mietkaution als Bankbürgschaft gibt es hier.
  7. Mietkautionsdepot
    Die Möglichkeit einen Fonds als Mietkaution zu hinterlegen ist aufgrund der Rendite verlocken. Renten- oder Edelmetallfonds sind relativ wertbeständige Möglichkeiten der Kautionshinterlegung.
    Informationen über die Mietkaution in Form eines Depots erhalten Sie hier.
  8. Barkaution
    Die Barkaution ist ebenfalls eine Form der Mietkaution, welche zwar noch weit verbreitet ist – jedoch in der Regel in den wenigsten Fällen tatsächlich Sinn macht.
    Warum dies so ist erfahren Sie auf der Seite Barkaution

 

Die Umschichtung der Mietkaution

In Deutschland wohnen 56,8% der Bevölkerung zur Miete. Die Mietkaution als Sicherung ist häufig aufgrund der Mietsituation vor einigen Jahren als Barkaution überreicht worden. In diesem Fall ist der Vermieter dafür zuständig die Kaution gesondert vom sonstigen Vermögen zu einem üblichen Zinssatz anzulegen.

„Übliche Zinssätze“ varriieren stark, je nach Wirtschaftslage – und so ist es wenig verwunderlich, dass Mieter Ihre Kautionssumme eigenständig anlegen möchten. Dies ist mithilfe einer Umschichtung möglich. Hierbei wird die Mietkaution in einer anderen Anlageart hinterlegt und dies mit dem Vermieter abgesprochen.

Unabhängig von der Kautionsform

In der Regel erhält man als Mieter unabhängig von einer Kautionsform eine Bürgschaftsurkunde bei der jeweiligen Anlage oder Mietkautionsart, welche dann dem Vermieter übergeben werden kann. Diese dient nun als Sicherheit für den Vermieter zu Beginn des Mietverhältnisses und im Mietvertrag häufig festgelegt.

Neue Formen der Mietkaution seit der Mietrechtsnovelle

Einige Formen wie die Mietkautionsversicherung, die Tagesanleihe oder das Tagesgeldkonto gibt es erst seit ein paar Jahren als Möglichkeit der Mietkautionshinterlegung. Wenn Sie jedoch Ihre Anlage ändern möchten, sollte eine Umschreibung bzw. Umschichtung kein Problem sein. Ein Vergleich von Mietkautionsbürgschaften ist hierfür lohnenswert.

Mietkaution Anbietertest

Im Bereich der Mietkautionen gibt es ein paar unterschiedliche Arten der Hinterlegung – häufig werden zudem auch noch verschiedene Namen für gleiche Produkte verwendet. Das macht es nicht unbedingt einfacher eine passende Art der Geldanlage bzw. der Mietkaution zu finden.

Mit dem Mietkaution Test möchten wir in Kürze hier einen Überblick der verschiedenen Anbieter geben – welche Arten der Mietkaution möglich sind und für wen diese Art sinnvoll ist. Zu jedem Anbieter wird es einen ausführlichen Test geben, so wie man es ggf. von der Stiftung Warentest oder Stiftung Finanztest gewohnt ist – die ebenfalls schon einen guten Überblick bei einzelnen Art der Mietkaution gegeben haben.

Sie sind auf der Suche nach einer passenden Mietkaution als Mieter oder Vermieter? Nutzen Sie hierfür den praktischen Vergleich verschiedener Anbieter und den Mietkautionsrechner.

Die Mietkaution im Vergleich

Wann muss die Kaution bezahlt werden?

Die Kautionssumme bzw. die Verpfändung der Kautionssumme wird in der Regel vor Übergabe der Schlüssel für eine Immobilie übergeben oder nach Unterzeichnung des Mietvertrages. Der Ablauf ist in der Regel in dieser Form:

  1. Die Immobilie wird von Mieter und Vermieter besichtigt
  2. Der Mieter bekundet Interesse die Immobilie zu mieten, der Vermieter eignet sich mit dem Mieter
  3. Es wird ein Mietvertrag vom Vermieter an den Mieter übergeben und gemeinsam unterzeichnet
  4. Anschließend wird festgelegt ab wann der Einzug funktioniert und wann die Schlüsselübergabe stattfindet
  5. In dieser Zeit kann der Mieter eine Mietkaution organisieren – nach Absprache mit dem Vermieter auch nach Schlüsselübergabe, wenn der Zeitraum in der Zwischenzeit zu kurz ist
  6. Der Mieter übergibt nun die Kaution in Bar, überweißt diese dem Vermieter oder richtet eine andere Kautionsart ein, wie bspw. ein Kautionsdepot oder eine Mietkautionsbürgschaft

Der Mieter hat ebenfalls die Möglichkeit die Mietkaution in Raten zu zahlen, bspw. ab Einzug in die neue Mietimmobilie, wenn dies gleichzeitig der Mietbeginn ist. Hierfür ist relevant wann der Mietbeginn stattfindet und nicht der Tag der Unterzeichnung des Mietvertrags.

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