Wann lohnt sich ein Avalkredit als Mietkaution?

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Wann lohnt sich ein Avalkredit als Mietkaution?

Der Avalkredit — auch Bankaval, Bankbürgschaft oder Bankgarantie genannt — ist eine spezielle Kreditform, mit der Banken die Zahlungs- und Erfüllungsfähigkeit gegenüber Dritten garantieren. Für die Mietkaution kann das eine sinnvolle Alternative zur klassischen Hinterlegung sein.


Was ist ein Avalkredit?

Wichtige Merkmale:

  1. Garantiefunktion für Verpflichtungen und Zahlungen
  2. Unabhängig vom zugrundeliegenden Hauptvertrag
  3. Begrenzte Gültigkeitsdauer, die verlängert werden muss
  4. Ausgestaltet als Bürgschaft oder Garantie
  5. Bankgebühren bzw. Zinsen fallen an

Wann lohnt sich ein Avalkredit als Mietkaution?

  • Begrenzte finanzielle Mittel: sinnvoll, wenn kein Kapital für eine Barkaution zur Verfügung steht.
  • Liquiditätsbedarf an anderer Stelle: vorteilhaft, wenn das Kapital für andere Investitionen oder Verpflichtungen gebraucht wird.
  • Renditepotenzial: das eigene Geld kann währenddessen anderweitig Erträge erwirtschaften.
  • Fehlende Kontoalternativen: eine gangbare Option, wenn Vermieter spezialisierte Kautionskonten ablehnen.

Kosten und Einschränkungen

  • Bürgschaftsgebühren und Zinskosten über die Mietdauer
  • Verlängerung nötig, falls das Mietverhältnis über die ursprüngliche Gültigkeit hinausgeht
  • Komplexere Rückabwicklung, die die Mitwirkung des Vermieters erfordert
  • Mögliche Komplikationen bei der Kautionsfreigabe

Was kostet ein Avalkredit konkret?

Anders als bei einer Barkaution fällt beim Avalkredit keine einmalige Kapitalbindung an, dafür aber eine laufende Avalprovision — üblich sind je nach Bonität und Bank etwa 1 bis 3 % der verbürgten Summe pro Jahr. Bei einer Kaution von 3.000 € entspricht das grob 30 bis 90 € jährlich, solange die Bürgschaft läuft. Über eine mehrjährige Mietdauer können sich diese laufenden Kosten summieren und je nach Zinsniveau durchaus in die Größenordnung dessen kommen, was eine klassische Kautionsversicherung kostet — ein Kostenvergleich über die voraussichtliche Mietdauer lohnt sich daher, bevor man sich für den Avalkredit entscheidet.

Alternative Hinterlegungsformen im Überblick

  1. Direkte Barzahlung (klassischer Ansatz)
  2. Spezielles Mietkautionskonto
  3. Selbstübernommene Bürgschaft
  4. Mietkautionsversicherung
  5. Verbesserte Bonitätsprüfung durch den Mieter
  6. Vollständiger Kautionsverzicht (seltener Fall)

Ein direkter Vergleich der laufenden Beiträge hilft bei der Entscheidung: Mietkautionsbürgschaft im Vergleich.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen einem Avalkredit und einer Mietkautionsversicherung?

Beim Avalkredit bürgt eine Bank, bei der Mietkautionsversicherung ein Versicherer — wirtschaftlich sind beide Lösungen für den Mieter sehr ähnlich (laufender Beitrag statt Kapitalbindung), unterscheiden sich aber in der Bonitätsprüfung und den genauen Konditionen.

Wird für einen Avalkredit eine Sicherheit benötigt?

Häufig ja — Banken verlangen je nach Bonität teilweise eine Absicherung, etwa durch ein Guthaben oder eine Bürgschaft Dritter. Das unterscheidet den Avalkredit von reinen Versicherungslösungen, die meist ohne zusätzliche Sicherheiten auskommen.

Für wen lohnt sich ein Avalkredit besonders?

Vor allem für Mieter mit guter Bankbeziehung und Bonität, die kurzfristig kein Kapital binden möchten — bei schwächerer Bonität sind spezialisierte Kautionsversicherungen oft die einfachere Alternative.

Wie hoch sind die laufenden Kosten eines Avalkredits ungefähr?

Üblich sind Avalprovisionen von etwa 1 bis 3 Prozent der verbürgten Summe pro Jahr, je nach Bonität und Bank — bei einer Kaution von 3.000 € entspricht das grob 30 bis 90 € jährlich, solange die Bürgschaft läuft.


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