Zins-Verlust-Rechner für die Mietkaution

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Ihre Mietkaution liegt oft über Jahre auf einem kaum verzinsten Kautionskonto — während die Inflation unbemerkt an der Kaufkraft nagt. Geben Sie Ihre Kaltmiete und die geplante Mietdauer ein: Der Rechner zeigt, wie viel realen Wert Sie so verlieren — und was im Vergleich mit einem ETF oder einem verzinsten Mietkautionsdepot möglich wäre. Alle Berechnungen laufen ausschließlich in Ihrem Browser.

Ihre Angaben

Voreingestellt sind konservative, recherchierte Richtwerte (siehe Quellen unten). Passen Sie sie bei Bedarf an Ihre eigene Einschätzung an.

Ergebnis

Kautionskonto (Nennwert)
Mietkautionsdepot
ETF (Marktrisiko)

100 % DSGVO-sicher: Ihre Eingaben werden nicht gespeichert, nicht an einen Server übertragen und nicht ausgewertet — die gesamte Berechnung erfolgt lokal in Ihrem Browser.

Wichtiger Hinweis: Dieser Rechner dient ausschließlich der Orientierung und ist keine Anlageberatung. Die verwendeten Renditeannahmen für ETF und Mietkautionsdepot sind historische Durchschnittswerte bzw. Beispielwerte — sie schwanken in der Praxis erheblich und sind keine Garantie für künftige Erträge. Investitionen in Fonds oder ETFs sind mit Kursrisiko verbunden, bis hin zum teilweisen Verlust des eingesetzten Kapitals. Ziehen Sie bei konkreten Anlageentscheidungen unabhängigen professionellen Rat hinzu.

Warum verliert eine Mietkaution überhaupt an Wert?

Vermieter dürfen laut § 551 BGB maximal drei Nettokaltmieten als Mietkaution verlangen — diese Summe muss getrennt vom übrigen Vermögen des Vermieters angelegt werden, üblicherweise auf einem klassischen Kautionskonto. Solche Konten sind an das allgemeine Zinsniveau für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist gekoppelt, das laut Bundesbank-Statistik seit Jahren strukturell niedrig ist — meist zwischen 0 % und 0,1 % pro Jahr. Liegt die Inflation gleichzeitig bei den von der Europäischen Zentralbank angestrebten rund 2 % pro Jahr, sinkt die reale Kaufkraft der Kautionssumme über eine typische Mietdauer von mehreren Jahren spürbar — auch wenn der ausgezahlte Betrag am Ende nominal unverändert bleibt.

Was der Rechner genau zeigt

Auf Basis Ihrer Kaltmiete ermittelt der Rechner zunächst die Kautionssumme (Standard: das gesetzliche Maximum von drei Nettokaltmieten). Für die gewählte Mietdauer vergleicht er anschließend drei Entwicklungen:

SzenarioAnnahme (Standardwert)Charakter
Kautionskonto0,1 % Zinsen p. a.Kapitalerhalt garantiert, kaum Ertrag
Mietkautionsdepot4 % Rendite p. a.Fondsanlage mit moderatem Marktrisiko
ETF (breiter Aktienindex)7 % Rendite p. a.Höhere Renditechance, spürbares Marktrisiko

Aus dem jeweiligen Nennwert am Ende der Mietdauer errechnet der Rechner zusätzlich den Realwert — also die Kaufkraft nach Abzug der angenommenen Inflation. So wird sichtbar, dass ein klassisches Kautionskonto zwar nominal nie an Wert verliert, real aber trotzdem schrumpft, sobald die Inflation die Verzinsung übersteigt.

Rechenbeispiel

Bei 1.000 € Kaltmiete (3.000 € Kaution) und 5 Jahren Mietdauer bleibt auf einem Kautionskonto mit 0,1 % Zinsen ein Endbetrag von rund 3.015 € — nach Abzug von 2 % Inflation pro Jahr entspricht das aber nur noch einer Kaufkraft von etwa 2.732 €, also einem realen Verlust von rund 268 €. Im Mietkautionsdepot-Szenario mit 4 % Rendite läge der Nennwert bei rund 3.650 €, im ETF-Szenario mit 7 % Rendite bei rund 4.207 € — beide Werte allerdings mit entsprechendem Marktrisiko und ohne Kapitalgarantie. Der genaue Vergleich für Ihre eigene Kautionssumme lässt sich direkt oben im Rechner ermitteln.

Kautionskonto, Depot oder ETF: Was passt zu mir?

Klassisches Kautionskonto

Kapitalerhalt garantiert, dafür kaum Zinsen und realer Kaufkraftverlust durch Inflation. Die richtige Wahl für alle, die keinerlei Kursrisiko eingehen möchten. Details: Mietkautionsrechner.

Mietkautionsdepot

Moderate Renditechance durch Fondsanlage, dafür Kursrisiko und mögliche Nachbesicherungspflicht bei fallenden Kursen. Eignet sich vor allem für längere Mietverhältnisse. Details: Mietkautionsdepot.

ETF-Investment

Höhere historische Durchschnittsrendite, aber auch deutlich höheres Schwankungsrisiko — und keine direkte Kautionsform, sondern nur über ein Mietkautionsdepot als Alternative zur klassischen Kaution nutzbar.

Wie sich die Zinsen auf ein klassisches Kautionskonto historisch entwickelt haben, erklärt Mietkaution Zinsen: Was Mieter wirklich bekommen. Einen genauen Zinsertrag mit historischen Bundesbank-Sätzen berechnet der Mietkaution-Zinsrechner. Für den direkten Vergleich von Kautionskonto, Bürgschaft und Depot anhand Ihrer eigenen Kautionssumme nutzen Sie den Mietkautionsrechner.

Häufige Fragen

Ist das hier eine Anlageberatung?
Nein, ausdrücklich nicht. Der Rechner zeigt anhand historischer Durchschnittswerte, wie unterschiedlich sich eine Kautionssumme über Zeit entwickeln könnte — er ersetzt keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung. Vergangene Renditen sind kein verlässlicher Indikator für zukünftige Entwicklungen, insbesondere beim ETF-Szenario, das echtem Kursrisiko unterliegt.
Warum verliert mein Geld auf dem Kautionskonto überhaupt an Wert?
Weil klassische Mietkautionskonten aktuell meist zwischen 0 % und 0,1 % Zinsen bringen, die Inflation aber langfristig bei rund 2 % pro Jahr liegt (Zielwert der Europäischen Zentralbank). Die Kaufkraft der Kautionssumme sinkt dadurch real, auch wenn der Nennbetrag am Ende gleich bleibt.
Wie realistisch ist die angenommene ETF-Rendite von 7 % pro Jahr?
7 % nominal pro Jahr liegt am unteren Rand dessen, was breite Aktienindizes wie der MSCI World über sehr lange Zeiträume (mehrere Jahrzehnte) im Durchschnitt erzielt haben. Das ist aber ein statistischer Mittelwert über viele Jahre mit teils erheblichen Schwankungen nach oben und unten — in einzelnen Jahren sind auch deutliche Verluste möglich. Bei kurzer Mietdauer von nur ein bis drei Jahren ist diese Durchschnittsrendite besonders unrealistisch als Erwartungswert, da sich Marktzyklen über solch kurze Zeiträume kaum ausgleichen. Es gibt keine Garantie, dass sich diese historische Rendite in Zukunft wiederholt.
Was ist der Unterschied zum Mietkautionsdepot in diesem Rechner?
Das Mietkautionsdepot-Szenario rechnet mit einer konservativeren Beispielrendite von 4 % pro Jahr — passend zur Fondsanlage, wie sie bei einem verpfändbaren Mietkautionsdepot üblich ist. Es unterliegt ebenfalls Kursrisiko, aber typischerweise mit defensiverer Fondsauswahl als ein reines Aktien-ETF-Investment.
Kann ich die Kaution einfach selbst in einen ETF investieren?
Nein, nicht direkt als klassische Kautionshinterlegung — der Vermieter muss die Anlageform akzeptieren. Möglich ist das über ein Mietkautionsdepot, bei dem Fondsanteile an den Vermieter verpfändet werden, siehe Mietkautionsdepot. Eine private Geldanlage parallel zur Kaution ist selbstverständlich immer möglich, hat aber nichts mit der Mietsicherheit selbst zu tun.
Sind meine Eingaben im Rechner sicher?
Ja — die gesamte Berechnung läuft lokal in Ihrem Browser. Es werden keine Daten an einen Server übertragen oder gespeichert.

Weiterführende Themen

Quellen