Lexware Office vs. sevdesk für Vermieter: Welche Buchhaltungssoftware passt besser?

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Lexware Office vs. sevdesk für Vermieter

Vermietung bringt einiges an Buchhaltungs- und Steueraufwand mit sich. Zwei der bekanntesten deutschen Lösungen dafür: Lexware Office und sevdesk. Der Vergleich zeigt, wofür sich welche Software besser eignet.


Grundfunktionen im Überblick

FunktionLexware Officesevdesk
Einnahmen-/Ausgabenbuchung✔ sehr gut✔ sehr gut
Digitale Belegerfassung✔ umfangreich✔ umfangreich
Steuerexport (ELSTER)✔ integriert✔ integriert
Mehrbenutzer-/Cloud-Zugriff✔ sehr gut
Automatische Buchungsvorlagen
Mieterkommunikation
Nebenkostenabrechnung

Beide Lösungen decken die klassische Buchhaltung solide ab — für Vermieter, die vor allem Einnahmen-Ausgaben-Management brauchen, eignen sich beide.

Bedienbarkeit und Einstieg

Lexware Office: Klassisch strukturierte Oberfläche, nach kurzer Einarbeitung intuitiv bedienbar. Cloud-Zugriff vorhanden, der Desktop-Charakter ist an einigen Stellen aber noch spürbar.

sevdesk: Moderner, browserbasierter Ansatz — besonders einsteigerfreundlich für digital arbeitende Nutzer, inklusive mobiler App für Smartphone und Tablet.

Wer eine moderne Cloud-Lösung bevorzugt, ist bei sevdesk gut aufgehoben; wer eine etablierte, klassische Lösung sucht, eher bei Lexware Office.

Steuerliche Vorbereitung

Beide bieten eine Einnahmenüberschussrechnung (EÜR) und den Export für die Steuerberatung. Lexware Office hat bei komplexeren Fällen (etwa Umsatzsteuer bei gewerblicher Vermietung) leichte Vorteile — sevdesk ist für kleine bis mittlere Vermieter ebenso steuerlich zuverlässig ausgelegt.

Digitalisierung und Cloud-Nutzung

sevdesk ist vollständig cloudbasiert mit Datenspeicherung in Deutschland, inklusive mobilem Beleg-Scan. Lexware Office bietet zwar ebenfalls Cloud-Zugriff, behält aber stellenweise Desktop-Komponenten. Für universellen Zugriff und mobiles Arbeiten liegt sevdesk vorn.

Kosten

SoftwareMonatliche KostenLeistungen
Lexware Office25–40 € / MonatSteuerexport, Standard-Belegerfassung inklusive
sevdesk15–40 € / MonatBelegscan, Cloud-Zugriff, App inklusive

Die Preisspannen liegen nah beieinander — für kleine Vermieter ist sevdesk tendenziell günstiger.

Grenzen für Vermieter

Weder Lexware Office noch sevdesk bieten integrierte Mieterverwaltung oder Nebenkostenabrechnung. Dafür lohnt sich spezialisierte Hausverwaltungssoftware:

SoftwareFokusBuchhaltungNebenkostenabrechnungMieteraktenMobil/Cloud
Lexware OfficeBuchhaltung✔ sehr gutteilweise
sevdeskBuchhaltung✔ gut✔ sehr gut
Immoware24Vermietung & Buchhaltung✔ gut
HausPerfektVermietung & Buchhaltung✔ gut
WISO VermieterPrivate Vermieter✔ gut
Lexware HausverwaltungVermietung & Buchhaltung✔ sehr gutteilweise

Praxis-Tipp

Lexware Office eignet sich für alle, die klassische Buchhaltung, steuerliche Flexibilität und etablierte Software schätzen.

sevdesk eignet sich für mobil-agile, digitale Vermieter, die eine unkomplizierte Cloud-Lösung für kleinere Portfolios suchen.

Fazit

Für die reine Vermieter-Buchhaltung überzeugen beide Lösungen — die Wahl hängt vor allem von technischer Präferenz, Cloud-Fokus und steuerlicher Komplexität ab. Beide sparen Zeit, reduzieren Fehler und erleichtern die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater.

Häufige Fragen

Reicht Lexware Office oder sevdesk allein für die Vermietung mehrerer Wohnungen?

Für die reine Buchhaltung ja — für Nebenkostenabrechnung und Mieterverwaltung braucht es zusätzlich spezialisierte Hausverwaltungssoftware wie Immoware24 oder Lexware Hausverwaltung.

Kann ich Belege einfach per Smartphone erfassen?

Ja, beide Anbieter bieten eine mobile Belegerfassung per Foto — bei sevdesk ist die App-Integration nach den vorliegenden Erfahrungswerten etwas ausgereifter.

Lohnt sich der Wechsel von Excel zu einer dieser Lösungen?

In der Regel ja — automatisierte Buchungsvorlagen und der direkte Steuerexport sparen bei mehreren Mietobjekten spürbar Zeit gegenüber einer manuellen Excel-Verwaltung.


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