hausify: kostenloses Kundenportal für Verwaltungen — keine Abrechnungssoftware
hausify taucht in vielen Listen zur Hausverwaltungssoftware auf, ist aber etwas anderes: ein Kundenportal, über das Mieter und Eigentümer Schäden melden, Dokumente abrufen und Aushänge lesen. Abrechnung, Buchhaltung und Mieteingänge gehören nicht dazu. Bis zehn Einheiten kostet das Portal nichts — gedacht ist es aber für Verwaltungen, nicht für Privatvermieter.

Preise und Pakete
| Paket | Preis/Monat | Einheiten | Mitarbeiter-Zugänge | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|
| FREE | 0 € | 10 | 1 | alle Funktionen, Portal im hausify-Design |
| PLUS | 19 € | 100 | 2 | hausify-Logo in der App, Live-Schulung |
| PRO | 49 € | 3.500 | 3 | eigenes Logo in der App, Support innerhalb 24 h |
| TOP | 79 € | unbegrenzt | unbegrenzt | eigenes Portal-Design |
Zwischen den Paketen lässt sich monatlich wechseln; PLUS kann 30 Tage getestet werden. Ob die Beträge netto oder brutto gemeint sind, steht auf der Preisseite nicht — da sich die AGB an Unternehmen richten, ist netto wahrscheinlich, belegt ist es nicht.
Stand der Preise: September 2026 — maßgeblich ist das aktuelle Angebot des Anbieters.
Auffällig ist die Kurve: Von 100 auf 3.500 Einheiten steigt der Preis nur um 30 €. Für eine Verwaltung mit einigen Hundert Einheiten ist hausify damit eines der günstigsten Portale am Markt. Die Startseite spricht entsprechend Verwaltungen mit 300 bis 5.000 Einheiten an.
Was das Portal kann
Ticketsystem. Mieter und Eigentümer melden Schäden oder Anliegen über App oder Browser; die Verwaltung weist sie zu und verfolgt den Status von offen über in Bearbeitung bis erledigt, mit Fotos und Unteraufgaben für externe Dienstleister.
Digitaler Aushang. Mitteilungen erreichen die Bewohner auch, wenn sie nicht zu Hause sind — das schwarze Brett im Treppenhaus wird zur Push-Nachricht.
Dokumentenportal. Dokumente lassen sich für einzelne Personen, Rollen (Mieter, Eigentümer, Dienstleister) oder ganze Liegenschaften freigeben. Für Verwaltungsbeiräte gibt es einen Bereich zur Rechnungsprüfung.
Stammdaten und Rollen. Liegenschaften, Einheiten und Kontakte mit Rollen- und Rechteverwaltung, dazu ein kleines CRM für interne Notizen.
Was hausify nicht ist
Der Anbieter ist hier ungewöhnlich deutlich: hausify sei „weniger geeignet, wenn Sie eine vollständige Buchhaltungs- oder ERP-Software mit integrierter Finanz- und Nebenkostenabrechnung suchen”. Es fehlen also genau die Aufgaben, für die private Vermieter meist eine Software suchen:
- keine Nebenkosten- oder Heizkostenabrechnung,
- keine Mietbuchhaltung und kein Abgleich der Mieteingänge,
- keine Anlage V,
- keine Kautionsverwaltung.
Verwaltungen setzen hausify deshalb neben ihr eigentliches Verwaltungsprogramm. Wie diese Arbeitsteilung zwischen Verwaltungssoftware und Kommunikationsschicht aussieht, steht unter Software für Hausverwaltungen.
Für private Vermieter?
Zehn kostenlose Einheiten klingen nach einem Angebot für Kleinvermieter. Zwei Punkte sprechen dagegen:
- Die AGB richten sich an Unternehmen und nicht an Verbraucher. Wer privat vermietet, sollte vor der Registrierung klären, ob ein Vertrag überhaupt zustande kommt.
- Der Nutzen hängt an der Zahl der Anfragen. Bei drei Mietparteien ist ein Ticketsystem mehr Verwaltung als Entlastung; eine E-Mail-Adresse und ein gemeinsamer Ordner leisten dasselbe.
Wer als Vermieter ein Mieterportal zusammen mit Abrechnung und Buchhaltung will, ist mit einer Vermieter-Software besser bedient, die beides mitbringt — etwa immocloud, vermieter1.de oder hellohousing. Die kostenlosen Vermieter-Programme stehen unter Hausverwaltungssoftware kostenlos.
Datenschutz
hausify hostet nach eigener Angabe auf Servern in Frankfurt, gibt keine Daten weiter und lässt Dokumente nicht durch Drittdienste verarbeiten. In der Verwalter-App gibt es einen Bereich mit Dienstleisterangeboten, dessen Nutzung freiwillig ist.
Für wen sich hausify eignet
Für kleine und mittlere Hausverwaltungen, die Telefon- und E-Mail-Aufkommen bündeln wollen und bereits ein Verwaltungsprogramm für Buchhaltung und Abrechnung haben. Ebenso für Facility-Teams und Hausmeisterdienste mit mehreren Standorten.
Nicht passend für private Vermieter, die eine Software für Nebenkostenabrechnung und Mieteingänge suchen. Wer eine WEG verwaltet und neben dem Portal auch Umlaufbeschlüsse und Eigentümerversammlungen digital abbilden will, findet das bei etg24.
Quelle: Preisseite, Seite „Für wen ist hausify optimal?", Seite für Eigentümer und Mieter, FAQ, AGB und Impressum auf hausify.de, abgerufen am 18. September 2026. Anbieter: hausify GmbH, Rudower Chaussee 17, 12489 Berlin, Amtsgericht Berlin-Charlottenburg HRB 198677, Geschäftsführer Martin Schmal.
Häufige Fragen
Ist hausify kostenlos?
Die FREE-Version ist dauerhaft kostenlos für bis zu 10 Einheiten und einen Mitarbeiter-Zugang, mit allen Funktionen. Darüber kostet PLUS 19 € im Monat (100 Einheiten), PRO 49 € (3.500 Einheiten) und TOP 79 € (unbegrenzt). Ob die Preise netto oder brutto sind, nennt die Preisseite nicht. Stand: September 2026.
Kann ich mit hausify eine Nebenkostenabrechnung erstellen?
Nein. hausify ist ein Kundenportal mit Ticketsystem, digitalem Aushang und Dokumentenablage. Der Anbieter schreibt selbst, die Lösung sei weniger geeignet, wenn man eine Buchhaltungs- oder ERP-Software mit Finanz- und Nebenkostenabrechnung sucht.
Können private Vermieter hausify nutzen?
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen richten sich ausdrücklich an Unternehmen und nicht an Verbraucher. Zielgruppe sind Hausverwaltungen, Wohnungsbaugesellschaften und Facility-Teams. Wer privat einige Wohnungen vermietet, sollte vor der Registrierung klären, ob ein Vertrag möglich ist.