hellohousing: Heizkostenabrechnung und Funkzähler ab 4,50 €
hellohousing fällt im Vergleich durch zwei Dinge auf. Erstens rechnet der Anbieter nach Immobilien ab statt nach Einheiten — ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen kostet damit 4,50 € im Monat. Zweitens deckt die Software die Heizkostenabrechnung samt CO2-Aufteilung und Funkzähler-Anbindung ab, also genau den Teil der Jahresabrechnung, den die meisten Lösungen für private Vermieter auslassen.

Preise und Tarife
| Tarif | Preis/Monat | Immobilien | Einheiten je Immobilie | Speicher |
|---|---|---|---|---|
| Starter | 4,50 € | 1 | bis 9 | 100 MB |
| Premium | 9,50 € | 2 | bis 25 | 1 GB |
| Professional | 19,50 € | 5 (erweiterbar) | bis 50 | 2 GB |
Jede weitere Immobilie im Professional-Tarif kostet 4,50 € im Monat und bringt 50 Einheiten mit. Alle Tarife sind monatlich kündbar. Eine Angabe dazu, ob die Preise netto oder brutto sind, macht der Anbieter nicht — anders als etwa Immocloud oder ViVi, die ihre Beträge ausdrücklich als Nettopreise ausweisen. Bei 4,50 € geht es dabei um Cent, bei fünf Immobilien im Professional-Tarif um mehrere Euro im Monat.
Auf die Einheit gerechnet
| Bestand | Tarif | Monatspreis | je Einheit |
|---|---|---|---|
| 5 Einheiten, 1 Haus | Starter | 4,50 € | 0,90 € |
| 9 Einheiten, 1 Haus | Starter | 4,50 € | 0,50 € |
| 25 Einheiten, 2 Häuser | Premium | 9,50 € | 0,38 € |
| 5 Einfamilienhäuser | Professional | 19,50 € | 3,90 € |
Die letzte Zeile ist der Punkt, an dem das Preismodell kippt. Wer fünf Wohnungen in einem Haus vermietet, zahlt 4,50 €. Wer fünf Wohnungen in fünf Häusern vermietet, braucht den Professional-Tarif und zahlt 19,50 € — mehr als bei jedem anderen Cloud-Anbieter für diese Bestandsgröße. Vor dem Einstieg lohnt es sich also, nicht die Einheiten zu zählen, sondern die Objekte. Die Rechnung für den eigenen Bestand übernimmt der Software-Finder.
30 Tage kostenlos testen — die Testphase endet nach Anbieterangabe automatisch, eine Kündigung ist nicht nötig.
Was die Tarife voneinander trennt
Bei den meisten Anbietern im Vergleich unterscheiden sich die Tarife nur in der Einheitenzahl. Bei hellohousing hängen auch Funktionen daran, und zwar genau die, die im Vergleich als Kriterium zählen:
| Funktion | Starter | Premium | Professional |
|---|---|---|---|
| Nebenkostenabrechnung als PDF | ✓ | ✓ | ✓ |
| Belegmanager | ✓ | mit KI-Texterkennung | mit KI-Texterkennung |
| Bankkonto einbinden | – | ✓ | ✓ |
| Datenexport für Anlage V | – | ✓ | ✓ |
| Heizkostenabrechnung nach HeizkostenV | – | ✓ | ✓ |
| Abrechnung für Gewerbeeinheiten | – | ✓ | ✓ |
| Eigenes Logo | – | ✓ | ✓ |
| Mieterportal, UVI, Funkzähler | – | – | ✓ |
| Support | Chat, E-Mail | zusätzlich Telefon | zusätzlich Telefon |
Praktisch heißt das: Der 4,50-€-Tarif ist ein Abrechnungswerkzeug mit Dokumentenablage, keine vollständige Verwaltung. Wer den automatischen Zahlungsabgleich erwartet — für viele der eigentliche Grund, eine Software einzusetzen —, rechnet mit 9,50 € im Monat. Das ist dann noch immer günstig, aber der Einstiegspreis aus der Werbung ist es nicht mehr.
Die Nebenkostenabrechnung
Sie ist in jedem Tarif enthalten, was im Vergleich nicht selbstverständlich ist: Bei Objego kostet sie als Modul extra. Abgedeckt sind
- frei einstellbare Umlageschlüssel über mehrere Einheiten,
- taggenaue Abgrenzung bei Ein- und Auszügen mitten im Abrechnungszeitraum sowie Leerstände,
- Vorauszahlungen und deren Verrechnung,
- Belegerfassung mit KI-Texterkennung (ab Premium), die Rechnungsbeträge und Kostenarten aus dem Dokument ausliest,
- Ausgabe als PDF mit Anschreiben, optional per digitalem Briefversand.
Die taggenaue Abgrenzung ist der Teil, der ohne Software am meisten Zeit kostet — und die häufigste Fehlerquelle. Wer eine Abrechnung gegenrechnen will, findet die Umlage nach Fläche, Personen, Einheiten oder Prozentanteil auch in unserem Nebenkostenabrechnung-Rechner; welche Kostenart überhaupt umlagefähig ist, klärt der Nebenkosten-Umlage-Check.
Der Anbieter selbst formuliert die Grenze deutlich: Die Verantwortung für die eingegebenen Daten und die objektspezifischen Einstellungen bleibt beim Nutzer. Das ist keine Einschränkung des Produkts, sondern eine zutreffende Beschreibung dessen, was Abrechnungssoftware leisten kann.
Heizkosten, CO2 und Funkzähler — der eigentliche Unterschied
Die Heizkostenabrechnung selbst ist kein Alleinstellungsmerkmal: vermieter1.de rechnet sie sogar im kostenlosen Tarif, die beiden WISO-Programme ebenfalls. Der Unterschied beginnt eine Stufe später, bei den Zählerdaten. hellohousing deckt die ganze Kette ab:
- Verteilung nach HeizkostenV, üblicherweise 30 % nach Fläche und 70 % nach Verbrauch,
- Warmwasser getrennt über eigene Zählerwerte,
- CO2-Kosten nach dem Zehn-Stufen-Modell: Die Software ermittelt die Stufe und den Anteil, den der Vermieter tragen muss. Zum Nachrechnen gibt es unseren CO2-Kosten-Rechner.
- Zählerwerte per App, E-Mail oder Upload, mit automatischer Erkennung der Werte,
- Funkzähler über ein Gateway (Professional): Die Verbrauchsdaten laufen monatlich automatisch ein. Bereits verbaute Funkzähler lassen sich weiterverwenden, sofern das Gateway monatlich überträgt.
Daran hängt die unterjährige Verbrauchsinformation. Wer fernablesbare Zähler verbaut hat, muss Mietern nach § 6a HeizkostenV monatlich mitteilen, wie viel sie verbrauchen. Genau dafür braucht es einen Kanal zum Mieter — und deshalb ist das Mieterportal bei hellohousing im selben Tarif wie die Funkzähler.
Für Vermieter mit fernablesbaren Zählern ist das der stärkste Grund, sich den Anbieter anzusehen — und der Punkt, an dem hellohousing wirklich allein steht: Kein anderer Anbieter im Vergleich nimmt Funkzählerdaten automatisch entgegen und stellt daraus die monatliche Verbrauchsinformation bereit. Die Pflicht besteht ohnehin, und 19,50 € im Monat liegen deutlich unter dem, was ein Messdienstleister für dieselbe Aufgabe berechnet.
Das Mieterportal
Mieter bekommen einen eigenen Zugang mit vier Bereichen: ein Dashboard mit aktuellen Verbräuchen, freigegebene Dokumente wie Mietvertrag und Abrechnungen, die monatlichen Verbrauchsdaten und Nachrichten. Es ist eine Webanwendung, keine eigene App.
Nicht beschrieben sind zwei Funktionen, die andere Portale haben: Mieter können keine Zählerstände selbst melden und keine Mängel erfassen. Wer das braucht, findet es bei Immodio oder Immocloud — dort allerdings ohne UVI und Funkzähler.
In den Tarifen Starter und Premium läuft die Kommunikation stattdessen über E-Mail und digitalen Briefversand.
Was hellohousing nicht abdeckt
Kautionsverwaltung. In den veröffentlichten Paketinhalten kommt die Kaution nicht vor, und ein Konto vermittelt der Anbieter nicht — im Blog gibt es Ratgebertexte dazu, im Produkt keine Funktion. Das ist kein Mangel der Software: Die Kaution muss nach § 551 BGB getrennt vom Vermögen des Vermieters liegen, und das leistet ein Konto, nicht ein Programm. Der Weg führt hier über den Vermieterkonto-Vergleich, bei mehreren Kautionen über das Kautionssammelkonto.
WEG-Verwaltung. Eigentümerabrechnung, Wirtschaftsplan und Beschlusssammlung werden nirgends genannt. Die Startseite spricht von „privaten Vermietern und professionellen Hausverwaltungen” — für die Betreuung fremder WEG-Mandate trägt der Funktionsumfang das nicht. Wer beides in einem System braucht, landet beim WISO Hausverwalter 365 oder bei Immoware24.
Neuvermietung. Besichtigungen, Selbstauskunft, Mietvertrag und Übergabeprotokoll fehlen. Das ist der Bereich, den Immodio und Vermieten+ abdecken.
Für wen sich hellohousing eignet
Für Vermieter mit einem oder zwei Mehrfamilienhäusern — dort ist das Preismodell unschlagbar, und mit der Heizkostenabrechnung deckt die Software genau die Aufgabe ab, die bei einem Mehrparteienhaus jährlich anfällt.
Besonders passend für alle mit fernablesbaren Zählern, die die monatliche Verbrauchsinformation erfüllen müssen, ohne dafür einen Messdienstleister zu beauftragen.
Weniger passend für Vermieter mit vielen einzelnen Objekten — fünf Eigentumswohnungen an fünf Adressen kosten hier mehr als bei jedem Wettbewerber. Ebenfalls nicht die richtige Wahl für Verwaltungen mit WEG-Mandaten und für alle, die Kaution und Verwaltung an einer Stelle haben wollen.
Quelle: Preisübersicht und Funktionsseiten auf hellohousing.de (Startseite, Vermieter-Software, Nebenkostenabrechnung, Heizkostenabrechnung, Mieterportal, UVI) sowie das Impressum, abgerufen am 12. September 2026. Anbieter: Hello Housing GmbH, Heidestraße 34, 10557 Berlin, HRB 226520 B, Geschäftsführer Jörg Radeke und Dr. Frank Radeke. Technischer Partner ist die neoverv GmbH.
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