So rechnet der Rechner
- Ertrag: Modulleistung in kWp × Jahresertrag je kWp. Der hängt von Himmelsrichtung und Montage ab: von 400 kWh je kWp bei Verschattung bis 950 kWh je kWp bei schräger Südmontage. Modulleistung über 800 Wp rechnet der Rechner nur zur Hälfte an, weil der Wechselrichter höchstens 800 W einspeist.
- Eigenverbrauch: Der Teil des Solarstroms, den Sie selbst nutzen und damit nicht aus dem Netz kaufen. Der Rest geht ins Netz, meist ohne Vergütung.
- Ersparnis: Eigenverbrauch × Strompreis, plus Vergütung für den Überschuss, falls Sie eine bekommen.
- Leistungsverlust: Die Module verlieren jährlich 0,5 % Leistung, das fließt in jedes Folgejahr ein.
- Amortisation: Das Jahr, in dem die summierte Ersparnis die Anschaffungskosten erreicht. Auf Wunsch mit steigendem Strompreis.
Was Mieter vor dem Kauf wissen sollten
- Erlaubnis: Seit Oktober 2024 können Mieter vom Vermieter die Erlaubnis für ein Steckersolargerät verlangen (§ 554 BGB). Teilen Sie dem Vermieter die Pläne schriftlich mit, bevor Sie montieren.
- Anmeldung: Das Gerät muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister registriert werden.
- Auszug: Die Anlage gehört Ihnen und lässt sich mitnehmen. Vermieter verlangen beim Auszug häufig den Rückbau.
- Montage am Geländer: Senkrecht angebrachte Module liefern weniger Ertrag als schräg aufgeständerte. Der Rechner zeigt den Unterschied.
Weitere Hinweise zu Energie, Heizung und Mietrecht bündelt die Seite Energie und Heizung in der Mietwohnung.
Häufige Fragen
Wann hat sich ein Balkonkraftwerk amortisiert?
Das hängt von Kaufpreis, Ausrichtung, Eigenverbrauch und Strompreis ab. Bei einem 800-Watt-Set für rund 450 € und 0,35 € je Kilowattstunde liegt die Amortisation im Rechner zwischen unter drei Jahren (schräg nach Süden) und fast sieben Jahren (stark verschattet). Senkrecht am Südbalkon sind es knapp vier Jahre.
Lohnt sich ein Balkonkraftwerk, wenn ich bald wieder ausziehe?
Die Anlage lässt sich beim Auszug abbauen und in der neuen Wohnung weiterverwenden. Der Rechner zeigt deshalb die Bilanz nach Ihrer geplanten Wohndauer. Ist sie negativ, rechnet sich das Gerät erst in der nächsten Wohnung. Bei einem Auszug sollten Sie die Anlage ohnehin zurückbauen, das verlangen Vermieter oft.
Warum steht die Einspeisevergütung auf null?
Ohne Speicher verbrauchen Sie nur einen Teil des Solarstroms selbst, den Rest speist die Anlage ins Netz ein. Viele Betreiber von Steckersolargeräten verzichten darauf, die Einspeisung vergüten zu lassen, weil der Aufwand den Betrag übersteigt. Wer eine Vergütung bekommt, kann den Satz im Feld eintragen.
Wie genau sind die Erträge?
Die Erträge sind Richtwerte für Deutschland (zwischen 400 und 950 kWh je kWp und Jahr, je nach Montage), keine Simulation für Ihren Standort. Verschattung, Neigung und Region verändern das Ergebnis. Für einen konkreten Balkon liefert der Stecker-Solar-Simulator der HTW Berlin genauere Werte.
Welche Kosten sind nicht eingerechnet?
Ein späterer Wechselrichtertausch (meist nach 10 bis 15 Jahren), eine eventuell zusätzliche Haftpflichtversicherung, Montagekosten durch Dritte, die nicht im Kaufpreis stecken, und der Rückbau. Tragen Sie bekannte Zusatzkosten in das Feld Anschaffungskosten ein.
Darf ich als Mieter ein Balkonkraftwerk anbringen?
Seit Oktober 2024 gehören Steckersolargeräte zu den baulichen Veränderungen, deren Erlaubnis Mieter vom Vermieter verlangen können (§ 554 BGB). Der Vermieter darf nur verweigern, wenn ihm die Maßnahme im Einzelfall nicht zugemutet werden kann. Jedes Gerät muss innerhalb eines Monats nach Inbetriebnahme im Marktstammdatenregister angemeldet werden.
