Annuität

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Die Annuität ist die Rate, die ein Darlehensnehmer regelmäßig an die Bank zahlt, wenn ein Annuitätendarlehen vereinbart ist. Sie bleibt über die vereinbarte Zinsbindung gleich hoch und besteht aus zwei Teilen: den Zinsen auf die noch offene Restschuld und der Tilgung, die die Restschuld verringert.

Warum die Rate gleich bleibt, die Anteile aber wechseln

Zu Beginn ist die Restschuld hoch, deshalb ist der Zinsanteil der Rate groß und für die Tilgung bleibt wenig übrig. Mit jeder Zahlung sinkt die Restschuld, die Zinsen werden geringer, und der frei werdende Teil der Rate fließt in die Tilgung. Der Tilgungsanteil wächst also von Rate zu Rate, während die Gesamtrate gleich bleibt.

Abgrenzung zu anderen Darlehensformen

  • Tilgungsdarlehen (Ratendarlehen): Die Tilgung ist über die Laufzeit konstant, die Rate sinkt, weil die Zinsen abnehmen.
  • Endfälliges Darlehen: Es wird nur verzinst, die gesamte Summe ist am Ende auf einmal fällig, meist über eine Kapitalanlage oder einen Verkauf bedient.

Beim Annuitätendarlehen ist der Zahlungsstrom dagegen planbar, was es zur häufigsten Form bei der Immobilienfinanzierung macht. Die Höhe des Tilgungsanteils zu Beginn bestimmt der Tilgungssatz. Die Rechnung mit Beispielzahlen gehört nicht in dieses Glossar, sondern in den Artikel zum Annuitätendarlehen bei vermieteten Immobilien.

Kein Bezug zur Mietkaution

Die Mietkaution ist kein Finanzierungsbaustein: Sie gehört dem Mieter, dient nur der Sicherung des Vermieters und darf nicht zur Darlehenstilgung verwendet werden. Sie ist getrennt vom Vermögen des Vermieters anzulegen.

Verwandte Begriffe

Hypothekendarlehen · Hypothekenzinsen · Grundschuld