Immobilie
Eine Immobilie ist ein fest mit dem Grund und Boden verbundenes Gebäude oder Grundstück, das zu Wohn-, Gewerbe- oder Anlagezwecken genutzt wird. Immobilien können gekauft, verkauft, vermietet oder beliehen werden und bilden eine zentrale Säule des Wohnungs- und Finanzwesens.
Englisch: real estate oder real property. Das englische property meint umgangssprachlich oft ebenfalls die Immobilie, bezeichnet juristisch aber jede Art von Eigentum. In Mietverträgen und Exposés für internationale Mieter ist daher real estate der eindeutigere Begriff.
Rechtliche Einordnung
- Immobilien zählen rechtlich zu den unbeweglichen Sachen.
- Der Erwerb erfordert eine notarielle Beurkundung und die Eintragung im Grundbuch.
- Eigentumsformen umfassen Alleineigentum, Miteigentum und Sondereigentum (bei Wohnungseigentümergemeinschaften).
Wertfaktoren
Der Wert einer Immobilie hängt unter anderem ab von:
- Lage und Infrastrukturanbindung
- baulichem Zustand und durchgeführten Sanierungen
- allgemeiner Marktlage
- Umweltfaktoren und möglichen Altlasten
Immobilie als Kapitalanlage
Als Sachwert gilt die Immobilie vielen Anlegern als inflationsgeschützt, umgangssprachlich als „Betongold”. Ob sich eine vermietete Immobilie rechnet, entscheidet vor allem die Mietrendite im Verhältnis zu Kaufpreis und Kaufnebenkosten. Beides lässt sich mit dem Renditerechner für Immobilien und dem Kaufnebenkosten-Rechner durchrechnen.
Bezug zur Mietkaution
Die Mietkaution schützt den Vermieter bei Mietausfällen oder Schäden an der Immobilie. Alternativ können Mieter ihre Kaution auch indirekt in Immobilien investieren — etwa über ein Mietkautionsdepot mit REIT-Fondsanteilen, was gleichzeitig Inflationsschutz und Kautionssicherheit verbindet.