Immolert: kostenlose Hausverwaltung für private Vermieter

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Immolert ist eine cloudbasierte Verwaltung für private Vermieter, gehostet in Deutschland. Bemerkenswert ist vor allem das Preismodell: Der Anbieter bezeichnet den Dienst als „derzeit ein vollständig kostenloser Service" — ohne Einschränkung des Funktionsumfangs und ohne Begrenzung der Nutzungsdauer. Das ist unter den ernstzunehmenden Anbietern die Ausnahme, wirft aber eine Frage auf, die man vor dem Einstieg beantworten sollte.


Was Immolert kostet

Nichts. Nach der Registrierung mit Name, E-Mail-Adresse und Passwort stehen laut Anbieter „alle Funktionen uneingeschränkt und dauerhaft” zur Verfügung. Es gibt keine Testphase, weil es keinen kostenpflichtigen Tarif gibt, in den sie münden würde.

Das war nicht immer so: Bis vor Kurzem rief Immolert 59,99 € im Jahr auf. Die Umstellung auf ein kostenloses Modell haben wir bei der Prüfung im August 2026 festgestellt und unsere Angaben entsprechend korrigiert.

Funktionsumfang

  • Immobilien- und Mieterverwaltung: Mietverträge managen, Mietzahlungen nachverfolgen, Änderungen umsetzen
  • Zählerstandsverwaltung als Vorbereitung der Betriebskostenabrechnung
  • Betriebskostenabrechnung mit automatisierter Erfassung und Berechnung der Kostenpositionen
  • Vorlagen für Verträge, Kündigungen und weitere Dokumente
  • Dokumentenmanagement mit zentraler Ablage

Die Daten liegen nach Anbieterangaben in der Cloud, gehostet in Deutschland.

Was nicht dokumentiert ist

Auf den öffentlichen Seiten finden sich keine Angaben zu vier Punkten, die in unserer Vergleichstabelle deshalb als „k. A.” stehen:

  • Bankanbindung: Mietzahlungen lassen sich nachverfolgen, eine automatische Kontoschnittstelle wird nicht beworben. Wer den Zahlungsabgleich automatisieren will, ist bei Immocloud oder Objego besser aufgehoben.
  • Anlage V: keine Aufbereitung für die Steuererklärung ausgewiesen.
  • Mieterportal: kein eigener Online-Zugang für Mieter dokumentiert.
  • WEG-Verwaltung: nicht Teil des Angebots.

„Derzeit kostenlos” — was das für die Planung heißt

Das Wort „derzeit” steht so auf der Anbieterseite, und es gehört in die Abwägung. Eine Verwaltung ist keine Anwendung, die man alle paar Monate wechselt: Sind erst Objekte, Mietverhältnisse, Zählerstände und mehrere Abrechnungsjahre erfasst, wird ein Umzug in ein anderes System aufwendig.

Wer nicht über den Preis finanziert wird, finanziert sich über etwas anderes — oder noch gar nicht. Vor dem Einstieg lohnen deshalb zwei Fragen: Lassen sich die eigenen Daten wieder exportieren, wenn ein kostenpflichtiges Modell kommt? Und wäre der dann aufgerufene Preis noch akzeptabel? Beides klärt man besser vor der ersten Abrechnung als danach.

Das ist kein Vorwurf an den Anbieter, sondern die normale Unsicherheit eines jungen Produkts. Dieselbe Frage stellt sich bei Rentila, das ebenfalls kostenlos antritt.

Für wen sich Immolert eignet

Für private Vermieter mit wenigen Einheiten, deren Hauptaufgabe die jährliche Betriebskostenabrechnung ist und die dafür kein Abo abschließen wollen. Der Funktionsumfang deckt genau diesen Kern ab, die Einstiegshürde ist praktisch null.

Weniger passend ist es für alle, die Zahlungsabgleich, Steueraufbereitung oder ein Mieterportal brauchen — und für Verwaltungen mit WEG-Mandaten.

Zur Mietkaution macht der Anbieter keine Angaben. Sie muss nach § 551 BGB getrennt vom Vermögen des Vermieters liegen, was ein Konto leistet und keine Software — siehe Vermieterkonto-Vergleich.

Quelle: immolert.de, Startseite und Funktionsübersicht, abgerufen am 28. August 2026.


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