Deutsche Mietkaution (miet-kaution.de): Kautionskonto mit Baader Bank

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Unter miet-kaution.de ist im August 2026 ein neues Mietkautionskonto an den Start gegangen. Dahinter steht die DMK Deutsche Mietkaution GmbH aus Karlsruhe — personell dasselbe Team, das den ETF-Robo-Advisor Oskar gegründet hat. Geführt wird das Konto bei der Baader Bank. Was das Angebot kostet, wie hoch die Zinsen wirklich sind und für wen es sich lohnt.


Wer hinter dem Anbieter steht

Betreiber ist die DMK Deutsche Mietkaution GmbH, Karl-Friedrich-Straße 22 in 76133 Karlsruhe (Amtsgericht Mannheim, HRB 756447). Geschäftsführer sind Dominik Nienhaus, Jens Ohr und Peter Schille.

Dieselben drei Namen und dieselbe Karlsruher Adresse finden sich im Impressum der Oskar.de GmbH, dem 2019 gestarteten ETF-Robo-Advisor. Davor hatte das Trio finanzen.net aufgebaut. Für einen Anbieter, der erst wenige Monate am Markt ist, ist das ein ungewöhnlich belastbarer Track Record — man startet hier nicht bei null, sondern übernimmt eine bereits erprobte Infrastruktur.

Das zeigt sich auch bei der Bank: Wie schon bei Oskar ist die Baader Bank AG (Unterschleißheim) die konto- und depotführende Stelle. Die Baader Bank ist eine BaFin-beaufsichtigte deutsche Wertpapierbank und im Hintergrund zahlreicher Neobroker und Robo-Advisor tätig.

Mietkautionskonto ohne Gebühren – volldigital eröffnen

Konto bei der Baader Bank, auf den Namen des Mieters, verpfändet an den Vermieter

  • 0 € für Eröffnung, Kontoführung, Ein- und Auszahlungen
  • 2,00 % p. a. in den ersten 6 Monaten, danach 1,00 % p. a. variabel
  • Eigene IBAN je Kaution, Zinsgutschrift quartalsweise
  • Konto- und depotführende Bank: Baader Bank AG
  • Gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 €

✔ Deutsche Partnerbank · ✔ Ohne Banktermin · ✔ Team hinter Oskar & finanzen.net

Zu miet-kaution.de →

Konditionen im Überblick

Grundlage ist das Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters mit Stand Juni 2026:

LeistungPreis
Kontoeröffnung0,00 €
Kontoführung Mietkautionskonto0,00 €
Ein- und Auszahlungen0,00 €
Depotbereitstellung0,00 €
Wertpapierhandel über gettex / Baader OTC (Bank)0,00 €
Transaktionsentgelt DMK bei Wertpapieranlage9,00 € je Kauf oder Verkauf

Damit gehört das Konto zu den wenigen komplett gebührenfreien Mietkautionskonten am deutschen Markt — neben Smartmiete und heykaution eine der wenigen Optionen ohne Einrichtungs- oder Führungsentgelt. Zum Vergleich: Die Commerzbank verlangt 59 Euro, die Targobank je nach Kundenbeziehung 15 oder 89 Euro.

Die Zinsen: 2 % — aber mit Kleingedrucktem

Beworben werden 2,00 % p. a. für die ersten sechs Monate, danach 1,00 % p. a. variabel, jeweils quartalsweise gutgeschrieben. Das liegt deutlich über allem, was klassische Filialbanken für Kautionskonten zahlen — dort sind 0,01 % p. a. der Normalfall, oft steht schlicht eine Null.

Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis lohnt sich hier aber: Dort heißt es, die Verzinsung des Kautionsguthabens erfolge durch die Bank und belaufe sich auf mindestens 0,01 % p. a. Vertraglich zugesichert ist also nur dieser Mindestzins; die 2 % beziehungsweise 1 % sind ein variabler Aktionszins, den der Anbieter jederzeit anpassen kann. Bei einer Mietdauer von mehreren Jahren sollte man den Zinssatz deshalb gelegentlich prüfen, statt sich dauerhaft auf den Einstiegswert zu verlassen.

Wie viel das konkret ausmacht, zeigt der Zinsrechner für die Mietkaution: Bei 2.400 Euro Kaution sind 1 % rund 24 Euro Zinsen im Jahr — bei 0,01 % sind es 24 Cent.

Die Zinsen stehen in jedem Fall dem Mieter zu und erhöhen die Kaution. Wer sie versteuern muss und wie der Freistellungsauftrag funktioniert, steht unter Mietkaution und Zinsen.

So läuft die Kontoeröffnung

Das Konto wird auf den Namen des Mieters eröffnet und an den Vermieter verpfändet — die klassische Konstruktion nach § 551 BGB. Das Guthaben bleibt damit Vermögen des Mieters, getrennt vom Vermögen des Vermieters und im Fall einer Vermieterinsolvenz geschützt.

Der Ablauf ist vollständig digital, ein Termin in einer Bankfiliale entfällt:

  1. Mieter oder Vermieter starten die Kontoeröffnung über die Web-App
  2. Der jeweils andere wird digital eingeladen und ergänzt seine Daten
  3. Legitimation und Verpfändung laufen online
  4. Der Mieter überweist die Kaution auf die eigene IBAN des Kautionskontos

Dass beide Seiten den Prozess anstoßen können, ist praktisch: Die Verpfändungserklärung muss sonst oft per Post zwischen Mieter, Vermieter und Bank hin- und hergeschickt werden. Weitere volldigitale Alternativen finden Sie unter Mietkautionskonto ohne Banktermin.

Die Einlagen unterliegen der gesetzlichen Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Konto. Da jede Kaution ein eigenes Konto mit eigener IBAN erhält, greift die Grenze je Kautionsverhältnis und nicht auf ein Sammelkonto bezogen.

Optional: Geldmarkt-ETF statt Sparzins

Angekündigt, aber zum Redaktionsschluss noch nicht freigeschaltet, ist die Anlage der Kaution in einem Geldmarkt-ETF. Die Depotbereitstellung ist kostenfrei, der Handel über gettex (Börse München) oder Baader OTC bankseitig ebenfalls — die DMK berechnet jedoch 9,00 Euro je Kauf- oder Verkaufstransaktion zulasten des Mieters. Bei einer typischen Kaution mit einem Kauf zu Beginn und einem Verkauf am Ende sind das 18 Euro über die gesamte Mietdauer.

Wichtig zur Einordnung: Für die Wertpapieranlage tritt die DMK als vertraglich gebundener Vermittler nach § 3 Abs. 2 WpIG unter dem Haftungsdach der DonauCapital Wertpapier GmbH (Ruderting) auf. Die Anlage erfolgt ausdrücklich nur auf Wunsch des Mieters; der Vermieter muss einer von der reinen Verzinsung abweichenden Anlageform zustimmen. Grundsätzliches dazu — auch zu Kursrisiken und zur Nachschusspflicht, wenn der Depotwert unter die vereinbarte Kautionssumme fällt — steht unter Mietkautionsdepot.

Für Vermieter und Hausverwaltungen

Neben dem Einzelkonto gibt es eine Verwaltungsoberfläche für Vermieter mit mehreren Einheiten:

  • Dashboard über alle Kautionen, sortierbar nach Adresse oder Vermieter
  • Automatisierte Endabrechnung bei Mietende inklusive PDF-Erstellung und Versand
  • Teileinbehalt bei Auszug: Einbehaltene Beträge gehen direkt auf das hinterlegte Mieteingangskonto
  • CSV-Export sowie API-Anbindung und Bulk-Import für größere Bestände
  • Mehrere Vermieter und Nutzerrollen in einem Zugang

Der Service ist nach Anbieterangaben für Verwaltungen, Vermieter und Mieter kostenfrei; finanziert wird er über einen Teil der Zinsmarge. Zum Redaktionsschluss ist dieser Verwaltungszugang allerdings nur auf Einladung beziehungsweise Anfrage verfügbar.

Wer heute schon eine Lösung für einen größeren Bestand braucht, findet Alternativen unter Getmomo, Vermieterkonto und im Überblick Konten für die Immobilienverwaltung.

Einordnung

Für Mieter und private Vermieter ist das Angebot derzeit eines der attraktivsten am Markt: keine Gebühren, ein Zins deutlich über dem Filialbank-Niveau, eine volldigitale Strecke ohne Banktermin und mit der Baader Bank ein etablierter Partner im Hintergrund. Der Betreiberhintergrund über Oskar und finanzen.net spricht zusätzlich für Beständigkeit.

Zwei Punkte gehören zur ehrlichen Bewertung dazu: Der Zins ist variabel und nur mit 0,01 % p. a. vertraglich untersetzt, und das Produkt ist sehr jung — Erfahrungswerte zu Auszahlungsdauer, Support-Qualität und zum Verhalten im Streitfall zwischen Mieter und Vermieter gibt es noch nicht. Wir beobachten den Anbieter weiter und aktualisieren die Konditionen, sobald sich etwas ändert.

Quellen: Preis- und Leistungsverzeichnis der DMK Deutsche Mietkaution GmbH (PDF, Stand Juni 2026), Impressum und Produktseiten auf miet-kaution.de sowie Impressum der Oskar.de GmbH. Abgerufen am 26. August 2026; eine Kopie des ausgewerteten Stands liegt uns vor. Anbieter: DMK Deutsche Mietkaution GmbH, Karlsruhe.


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