WISO Hausverwalter 365: Preise, Funktionen, Einordnung
Der WISO Hausverwalter von Buhl Data Service war lange vor den Cloud-Anbietern am Markt und wird bis heute gepflegt. Er fällt in diesem Vergleich aus dem Rahmen: Statt im Browser läuft er als Programm auf einem Windows-Rechner. Genau daraus ergeben sich sein größter Nachteil und sein größter Vorteil.
Preise und Varianten
| Variante | Abo (jährlich) | Jahreslizenz | Einheiten |
|---|---|---|---|
| WISO Hausverwalter 365 Start | 75,99 € | 99,99 € | bis 10 |
| WISO Hausverwalter 365 Plus | 95,99 € | 119,99 € | bis 25 |
| Zusatzmodul Wohneinheiten | 35,00 € | 35,00 € | je 25 weitere |
Alle Preise inklusive Mehrwertsteuer. Das Abo verlängert sich automatisch und ist rund 24 € im Jahr günstiger als die Jahreslizenz, die ohne Verlängerung ausläuft. In beiden Fällen sind neue Programmversionen während der Laufzeit enthalten.
Die Plus-Variante lässt sich über bis zu 15 Zusatzmodule auf 400 Wohneinheiten ausbauen. Damit reicht das Programm deutlich weiter als die Tarife der meisten Cloud-Anbieter für private Vermieter, die bei 50 Einheiten in die Angebotsanfrage übergehen.
Als Wohneinheit zählt laut Anbieter jede Wohnung, jedes Einfamilienhaus und jede Einliegerwohnung, die erfasst oder abgerechnet wird — eine Einliegerwohnung und das Haupthaus sind also zwei Einheiten.
Funktionsumfang
- Buchhaltung mit integriertem Online-Banking: Umsatzabruf, Mietabgleich, automatische Sollstellung, Offene-Posten-Verwaltung, Lastschrifterzeugung und Überweisung
- Betriebskostenabrechnung mit taggenauer Berechnung auch bei Mieterwechseln im Abrechnungszeitraum
- Heizkostenabrechnung, eigene wie externe
- WEG-Verwaltung mit Eigentümerabrechnung und Rücklagen, über Assistenten geführt
- Anlage V: Das Programm bereitet das Formular V vor und übergibt es per Klick an WISO Steuer
- Stammdaten-, Zähler- und Dokumentenverwaltung, Assistenten für Mietverträge, Mieterwechsel und Mieterhöhungen
- Schnittstellen zu WISO Steuer und WISO Mein Geld
Die Windows-Bindung: Nachteil und Vorteil zugleich
Das Programm setzt Windows 10 oder 11 (64 Bit) voraus, braucht 1 GB Festplattenspeicher und 2 GB RAM. Es gibt keine Mac-Version, keine Browser-Oberfläche und keine App fürs Smartphone. Wer vom Tablet aus einen Zählerstand erfassen oder unterwegs eine Rechnung fotografieren will, ist hier falsch — dafür sind Immocloud oder ViVi gebaut.
Die Kehrseite: Die Daten liegen auf dem eigenen Rechner statt beim Anbieter. Wer das aus Datenschutz- oder Kontrollgründen bevorzugt, findet unter den ernstzunehmenden Lösungen kaum Alternativen — der Markt ist fast vollständig in die Cloud gewandert. Und eine lokal installierte Software läuft weiter, wenn der Anbieter das Produkt einstellt; ein abgeschaltetes Cloud-Konto nicht.
Für wen sich das Programm eignet
Für Vermieter mit WEG-Mandaten oder größeren Beständen, die an einem festen Arbeitsplatz verwalten. Die Kombination aus WEG-Abrechnung, Rücklagenverwaltung, eingebautem Online-Banking und einem Ausbau bis 400 Einheiten ist zu diesem Preis konkurrenzlos: 95,99 € im Jahr für 25 Einheiten entsprechen rund 0,32 € je Einheit und Monat.
Weniger passend ist es für Vermieter mit ein bis zwei Wohnungen, die selten am Windows-Rechner sitzen. Dort ist der Einrichtungsaufwand höher als der Nutzen, und kostenlose Alternativen wie Immolert oder Rentila decken den Bedarf ab.
Zur Mietkaution macht auch dieser Anbieter keine Angaben. Sie muss nach § 551 BGB getrennt vom Vermögen des Vermieters liegen — das regelt ein Konto, nicht die Software. Übersicht im Vermieterkonto-Vergleich.
Quelle: Produkt- und Preisseite WISO Hausverwalter 365 auf buhl.de, abgerufen am 28. August 2026. Anbieter: Buhl Data Service GmbH. Preise inklusive Mehrwertsteuer.