Wohnungsmarkt · Sachsen

Wohnungsmarkt Erzgebirgskreis

Bestand wächst deutlich schneller — Rang 384 von 400 bei der rechnerischen Wohnungslücke.

Stand der Daten: Aktualisiert am

Einordnung

Im Erzgebirgskreis schrumpft die Bevölkerung um 2,71 %, während der Bestand um 0,35 % wächst. Rechnerisch stehen 5.771 Wohnungen mehr zur Verfügung, als der Einwohnerzahl von 2022 entspräche (−3,05 %). Der Leerstand beträgt 11,8 %, Rang 6 unter allen 400 Kreisen. Der Anteil der über 65-Jährigen liegt mit 32,5 % ebenfalls auf Rang 6. Bemerkenswert: Aus Chemnitz kommen 5.904 Menschen in drei Jahren, die Stadt gibt an den Kreis ab.

Die Kennzahlen im Überblick

KennzahlWertRang von 400
Einwohner Ende 2025315.274–
Bevölkerung seit Ende 2022−2,71 %–
Wohnungsbestand seit Ende 2022+0,35 %–
Rechnerische Lücke−5.771 Wohnungen (−3,05 %)384.
Wanderungssaldo 2024−0,9 je 1.000 Einwohner392.
Nettokaltmiete im Bestand4,65 € je m²394.
Leerstand (Zensus 2022)11,8 %6.
Eigentümerquote46,1 %271.
Baulandpreis 202546 € je m² (237 Verkäufe)359.
Geschosswohnungen55,1 % des Bestandes–
Anteil ab 65 Jahre32,5 %6.

Rang 1 bedeutet jeweils den höchsten Wert unter den 400 Kreisen. Die Lücke ist eine eigene Berechnung aus amtlichen Zahlen, keine amtliche Größe.

Woher kommen die Menschen, wohin gehen sie?

Größte Herkunftskreise (Zuzüge minus Fortzüge, 2022 bis 2024, ab 100 Personen):

Größte Abflüsse:

Der Wanderungssaldo im Jahr 2024 beträgt -287 Personen (8.070 Zuzüge, 8.357 Fortzüge), einschließlich Wanderungen über die Bundesgrenze. Gegenüber allen anderen deutschen Kreisen ergibt sich über drei Jahre ein Saldo von +1.767.

Bilanz seit Ende 2022: Einwohner und Wohnungen

Erzgebirgskreis hatte Ende 2025 315.274 Einwohner (−8.796 seit Ende 2022) und 189.130 Wohnungen (+655). Die Einwohnerzahl ist gesunken, der Bestand hat sich trotzdem verändert. Eine Wohnung je zusätzlichem Einwohner lässt sich daher nicht berechnen.

Rechnerisch leben 1,67 Einwohner je Wohnung (Ende 2022: 1,72; bundesweit 1,90). Ein niedriger Wert deutet auf viele Ein-Personen-Haushalte und größere Wohnungen je Kopf hin, ein hoher auf dichtere Belegung.

Im Vergleich: Kreise in Sachsen

Unter den 13 Kreisen in Sachsen liegt Erzgebirgskreis bei der Wohnungslücke auf Rang 13, bei der Bestandsmiete auf Rang 12 und beim Leerstand auf Rang 4 (jeweils 1 = höchster Wert).

KreisLückeMiete je m²Leerstand
Chemnitz, kreisfreie Stadt+1,28 %5,26 €11,0 %
Leipzig, kreisfreie Stadt0,00 %6,44 €4,4 %
Dresden, kreisfreie Stadt−0,85 %6,92 €4,0 %
Leipzig, Landkreis−0,87 %5,42 €7,6 %
Meißen, Landkreis−1,60 %5,60 €8,3 %
Erzgebirgskreis−3,05 %4,65 €11,8 %

Die fünf Kreise mit der größten Lücke in Sachsen. Erzgebirgskreis steht fett und, falls nicht darunter, am Ende der Tabelle.

Kaution im Erzgebirgskreis: Beispielrechnung

Bei der Bestandsmiete von 4,65 € je m² kostet eine Wohnung mit 60 m² rund 279 € Nettokaltmiete im Monat. Die Kaution darf nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten betragen, hier also etwa 837 €. Bestandsmieten (Zensus 2022) liegen meist unter den Mieten neuer Verträge; wer neu vermietet, rechnet mit der vereinbarten Miete.

Mietkautionskonto-Anbieter im Vergleich· Kaution berechnen

Was das für Vermieter heißt

Die Bestandsmiete liegt bei 4,65 €, Bauland kostet 46 € je m², die Eigentümerquote beträgt 46,1 %. Die Kennzahlen sprechen für einen Mietermarkt mit hohem Angebot. Wer hier vermietet, sollte Leerstandszeiten und Modernisierungsbedarf realistisch ansetzen.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Mietkaution im Erzgebirgskreis sein?
Höchstens drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB). Bei der Bestandsmiete von 4,65 € je m² wären das für 60 m² rund 837 €. Neuvertragsmieten liegen oft darüber, die tatsächliche Kaution richtet sich nach der Miete im Vertrag.
Fehlen im Erzgebirgskreis Wohnungen?
Der Bestand ist deutlich stärker gewachsen als die Bevölkerung, die Einwohnerzahl ist oft rückläufig. Rechnerisch gibt es keinen Nachfrageüberhang. Der Leerstand lag beim Zensus 2022 bei 11,8 % (bundesweit 4,3 %).
Woher ziehen die meisten Menschen in den Erzgebirgskreis?
Zwischen 2022 und 2024 kamen netto die meisten aus Chemnitz, Leipzig (Stadt), Nordsachsen. Der Wanderungssaldo 2024 lag bei −0,9 je 1.000 Einwohner.

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Weitere Kreise

Landshut · Darmstadt · Chemnitz · Bremen · Gelsenkirchen · Leipzig · Berlin · Hamburg · München

Quellen