Wohnungsmarkt · Sachsen

Wohnungsmarkt Leipzig

Ausgeglichen — Rang 29 von 400 bei der rechnerischen Wohnungslücke.

Stand der Daten: Aktualisiert am

Einordnung

Leipzig ist ein Beispiel für einen ausgeglichenen Markt in einer wachsenden Stadt: Die Bevölkerung wuchs um 2,05 %, der Bestand um 2,04 %, die Lücke beträgt nur 14 Wohnungen. Die größten Herkunftskreise sind Jena, Halle und Erfurt. Zugleich ziehen aus Leipzig Menschen ins Umland, Nordsachsen (−6.143) und der Landkreis Leipzig (−5.313) gewinnen am meisten.

Die Kennzahlen im Überblick

KennzahlWertRang von 400
Einwohner Ende 2025615.932–
Bevölkerung seit Ende 2022+2,05 %–
Wohnungsbestand seit Ende 2022+2,04 %–
Rechnerische Lücke+14 Wohnungen (0,00 %)29.
Wanderungssaldo 2024+9,6 je 1.000 Einwohner33.
Nettokaltmiete im Bestand6,44 € je m²188.
Leerstand (Zensus 2022)4,4 %195.
Eigentümerquote13,5 %400.
Baulandpreis 2025593 € je m² (108 Verkäufe)47.
Geschosswohnungen86,7 % des Bestandes–
Anteil ab 65 Jahre19,5 %376.

Rang 1 bedeutet jeweils den höchsten Wert unter den 400 Kreisen. Die Lücke ist eine eigene Berechnung aus amtlichen Zahlen, keine amtliche Größe.

Woher kommen die Menschen, wohin gehen sie?

Größte Herkunftskreise (Zuzüge minus Fortzüge, 2022 bis 2024, ab 100 Personen):

Größte Abflüsse:

Der Wanderungssaldo im Jahr 2024 beträgt 5.906 Personen (40.093 Zuzüge, 34.187 Fortzüge), einschließlich Wanderungen über die Bundesgrenze. Gegenüber allen anderen deutschen Kreisen ergibt sich über drei Jahre ein Saldo von −9.786.

Bilanz seit Ende 2022: Einwohner und Wohnungen

Leipzig hatte Ende 2025 615.932 Einwohner (+12.354 seit Ende 2022) und 363.878 Wohnungen (+7.285). Auf 100 zusätzliche Einwohner kamen 59 zusätzliche Wohnungen. Um die Versorgung von Ende 2022 zu halten, wären 59 nötig gewesen.

Rechnerisch leben 1,69 Einwohner je Wohnung (Ende 2022: 1,69; bundesweit 1,90). Ein niedriger Wert deutet auf viele Ein-Personen-Haushalte und größere Wohnungen je Kopf hin, ein hoher auf dichtere Belegung.

Im Vergleich: Kreise in Sachsen

Unter den 13 Kreisen in Sachsen liegt Leipzig bei der Wohnungslücke auf Rang 2, bei der Bestandsmiete auf Rang 2 und beim Leerstand auf Rang 12 (jeweils 1 = höchster Wert).

KreisLückeMiete je m²Leerstand
Chemnitz, kreisfreie Stadt+1,28 %5,26 €11,0 %
Leipzig, kreisfreie Stadt0,00 %6,44 €4,4 %
Dresden, kreisfreie Stadt−0,85 %6,92 €4,0 %
Leipzig, Landkreis−0,87 %5,42 €7,6 %
Meißen, Landkreis−1,60 %5,60 €8,3 %

Die fünf Kreise mit der größten Lücke in Sachsen. Leipzig steht fett und, falls nicht darunter, am Ende der Tabelle.

Kaution in Leipzig: Beispielrechnung

Bei der Bestandsmiete von 6,44 € je m² kostet eine Wohnung mit 60 m² rund 386 € Nettokaltmiete im Monat. Die Kaution darf nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten betragen, hier also etwa 1.158 €. Bestandsmieten (Zensus 2022) liegen meist unter den Mieten neuer Verträge; wer neu vermietet, rechnet mit der vereinbarten Miete.

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Was das für Vermieter heißt

Bei 6,44 € je m² Bestandsmiete und 4,4 % Leerstand ist Leipzig weder knapp noch überbaut. Der Bestand hält mit der Nachfrage Schritt, weil kräftig gebaut wurde. Für Vermieter heißt das: Die Nachfrage ist stabil, aber kein Selbstläufer. Die Eigentümerquote von nur 13,5 % ist die niedrigste aller 400 Kreise: Der Markt lebt fast ganz vom Mietwohnungsbestand.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Mietkaution in Leipzig sein?
Höchstens drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB). Bei der Bestandsmiete von 6,44 € je m² wären das für 60 m² rund 1.158 €. Neuvertragsmieten liegen oft darüber, die tatsächliche Kaution richtet sich nach der Miete im Vertrag.
Fehlen in Leipzig Wohnungen?
Bevölkerung und Wohnungsbestand haben sich seit Ende 2022 ungefähr gleich entwickelt. Eine Lücke lässt sich rechnerisch nicht ablesen. Der Leerstand lag beim Zensus 2022 bei 4,4 % (bundesweit 4,3 %).
Woher ziehen die meisten Menschen nach Leipzig?
Zwischen 2022 und 2024 kamen netto die meisten aus Jena, Halle (Saale), Erfurt. Der Wanderungssaldo 2024 lag bei +9,6 je 1.000 Einwohner.

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Weitere Kreise

Landshut · Darmstadt · Chemnitz · Bremen · Gelsenkirchen · Berlin · Hamburg · München · Erzgebirgskreis

Quellen