Wohnungsmarkt · Bremen

Wohnungsmarkt Bremen

Lücke, Zuwanderung trägt — Rang 8 von 400 bei der rechnerischen Wohnungslücke.

Stand der Daten: Aktualisiert am

Einordnung

Bremen ist die einzige Großstadt in der Gruppe mit Nachfrageüberhang: 588.413 Einwohner, +2,0 % Bevölkerung gegenüber +1,2 % Wohnungen. Die fehlenden 2.334 Wohnungen sind der absolut größte Wert der Gruppe. Der Leerstand liegt bei 3,2 %, der Wanderungssaldo bei 6,2 je 1.000. Wie in vielen Großstädten fließt ein Teil der Nachfrage ins Umland: Diepholz (−2.609) und Osterholz (−1.575) gewinnen aus Bremen Einwohner.

Die Kennzahlen im Überblick

KennzahlWertRang von 400
Einwohner Ende 2025588.413–
Bevölkerung seit Ende 2022+1,99 %–
Wohnungsbestand seit Ende 2022+1,21 %–
Rechnerische Lücke+2.334 Wohnungen (+0,77 %)8.
Wanderungssaldo 2024+6,2 je 1.000 Einwohner128.
Nettokaltmiete im Bestand7,75 € je m²70.
Leerstand (Zensus 2022)3,2 %324.
Eigentümerquote37,0 %319.
Baulandpreis 2025199 € je m² (74 Verkäufe)178.
Geschosswohnungen64,1 % des Bestandes–
Anteil ab 65 Jahre20,7 %350.

Rang 1 bedeutet jeweils den höchsten Wert unter den 400 Kreisen. Die Lücke ist eine eigene Berechnung aus amtlichen Zahlen, keine amtliche Größe.

Woher kommen die Menschen, wohin gehen sie?

Größte Herkunftskreise (Zuzüge minus Fortzüge, 2022 bis 2024, ab 100 Personen):

Größte Abflüsse:

Der Wanderungssaldo im Jahr 2024 beträgt 3.639 Personen (28.316 Zuzüge, 24.677 Fortzüge), einschließlich Wanderungen über die Bundesgrenze. Gegenüber allen anderen deutschen Kreisen ergibt sich über drei Jahre ein Saldo von −8.050.

Bilanz seit Ende 2022: Einwohner und Wohnungen

Bremen hatte Ende 2025 588.413 Einwohner (+11.466 seit Ende 2022) und 304.965 Wohnungen (+3.654). Auf 100 zusätzliche Einwohner kamen 32 zusätzliche Wohnungen. Um die Versorgung von Ende 2022 zu halten, wären 52 nötig gewesen.

Rechnerisch leben 1,93 Einwohner je Wohnung (Ende 2022: 1,91; bundesweit 1,90). Ein niedriger Wert deutet auf viele Ein-Personen-Haushalte und größere Wohnungen je Kopf hin, ein hoher auf dichtere Belegung.

Kaution in Bremen: Beispielrechnung

Bei der Bestandsmiete von 7,75 € je m² kostet eine Wohnung mit 60 m² rund 465 € Nettokaltmiete im Monat. Die Kaution darf nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten betragen, hier also etwa 1.395 €. Bestandsmieten (Zensus 2022) liegen meist unter den Mieten neuer Verträge; wer neu vermietet, rechnet mit der vereinbarten Miete.

Mietkautionskonto-Anbieter im Vergleich· Kaution berechnen

Was das für Vermieter heißt

Mit 7,75 € je m² Bestandsmiete und 199 € je m² Bauland ist Bremen deutlich günstiger als Hamburg oder die süddeutschen Metropolen. Die Lücke ist mit 0,77 % moderat. Der Markt spricht eher für solide Vermietbarkeit bei bezahlbarem Einstieg als für Knappheitsrenditen.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Mietkaution in Bremen sein?
Höchstens drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB). Bei der Bestandsmiete von 7,75 € je m² wären das für 60 m² rund 1.395 €. Neuvertragsmieten liegen oft darüber, die tatsächliche Kaution richtet sich nach der Miete im Vertrag.
Fehlen in Bremen Wohnungen?
Die Bevölkerung ist seit Ende 2022 schneller gewachsen als der Wohnungsbestand, und der Zuzug trägt das Wachstum. Das spricht für einen angespannten Markt. Der Leerstand lag beim Zensus 2022 bei 3,2 % (bundesweit 4,3 %).
Woher ziehen die meisten Menschen nach Bremen?
Zwischen 2022 und 2024 kamen netto die meisten aus Osnabrück (Stadt). Der Wanderungssaldo 2024 lag bei +6,2 je 1.000 Einwohner.

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Weitere Kreise

Landshut · Darmstadt · Chemnitz · Gelsenkirchen · Leipzig · Berlin · Hamburg · München · Erzgebirgskreis

Quellen