Wohnungsmarkt · Berlin

Wohnungsmarkt Berlin

Ausgeglichen — Rang 42 von 400 bei der rechnerischen Wohnungslücke.

Stand der Daten: Aktualisiert am

Einordnung

In der reinen Bestandsrechnung ist Berlin ausgeglichen: Bevölkerung +1,86 %, Wohnungen +2,02 %, rechnerisch 3.150 Wohnungen mehr, als das Wachstum erfordert hätte (−0,15 %). Diese Zahl bedeutet nicht, dass Wohnraum verfügbar wäre. Der Zensus zählte nur 2,0 % Leerstand, weniger als in den meisten anderen Großstädten. Die Stadt zieht Menschen aus Köln, Stuttgart und Hamburg an und gibt 42.909 Einwohner in drei Jahren an das übrige Deutschland ab, vor allem an Oberhavel und Barnim.

Die Kennzahlen im Überblick

KennzahlWertRang von 400
Einwohner Ende 20253.700.577–
Bevölkerung seit Ende 2022+1,86 %–
Wohnungsbestand seit Ende 2022+2,02 %–
Rechnerische Lücke−3.150 Wohnungen (−0,15 %)42.
Wanderungssaldo 2024+7,3 je 1.000 Einwohner77.
Nettokaltmiete im Bestand7,67 € je m²77.
Leerstand (Zensus 2022)2,0 %397.
Eigentümerquote16,4 %398.
Baulandpreis 2025756 € je m² (143 Verkäufe)33.
Geschosswohnungen88,5 % des Bestandes–
Anteil ab 65 Jahre19,3 %378.

Rang 1 bedeutet jeweils den höchsten Wert unter den 400 Kreisen. Die Lücke ist eine eigene Berechnung aus amtlichen Zahlen, keine amtliche Größe.

Woher kommen die Menschen, wohin gehen sie?

Größte Herkunftskreise (Zuzüge minus Fortzüge, 2022 bis 2024, ab 100 Personen):

Größte Abflüsse:

Der Wanderungssaldo im Jahr 2024 beträgt 27.107 Personen (186.222 Zuzüge, 159.115 Fortzüge), einschließlich Wanderungen über die Bundesgrenze. Gegenüber allen anderen deutschen Kreisen ergibt sich über drei Jahre ein Saldo von −42.909.

Bilanz seit Ende 2022: Einwohner und Wohnungen

Berlin hatte Ende 2025 3.700.577 Einwohner (+67.724 seit Ende 2022) und 2.069.432 Wohnungen (+40.965). Auf 100 zusätzliche Einwohner kamen 60 zusätzliche Wohnungen. Um die Versorgung von Ende 2022 zu halten, wären 56 nötig gewesen.

Rechnerisch leben 1,79 Einwohner je Wohnung (Ende 2022: 1,79; bundesweit 1,90). Ein niedriger Wert deutet auf viele Ein-Personen-Haushalte und größere Wohnungen je Kopf hin, ein hoher auf dichtere Belegung.

Kaution in Berlin: Beispielrechnung

Bei der Bestandsmiete von 7,67 € je m² kostet eine Wohnung mit 60 m² rund 460 € Nettokaltmiete im Monat. Die Kaution darf nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten betragen, hier also etwa 1.380 €. Bestandsmieten (Zensus 2022) liegen meist unter den Mieten neuer Verträge; wer neu vermietet, rechnet mit der vereinbarten Miete.

Mietkautionskonto in Berlin: Banken im Vergleich· Kaution berechnen

Was das für Vermieter heißt

Die Bestandsmiete von 7,67 € je m² ist niedriger als in München oder Hamburg, weil sie alle laufenden Verträge einschließt, nicht nur Neuvermietungen. Mit einer Eigentümerquote von 16,4 % hat Berlin die drittniedrigste aller 400 Kreise. Grundstückspreise von 756 € je m² liegen im Mittel der Metropolen.

Häufige Fragen

Wie hoch darf die Mietkaution in Berlin sein?
Höchstens drei Nettokaltmieten (§ 551 BGB). Bei der Bestandsmiete von 7,67 € je m² wären das für 60 m² rund 1.380 €. Neuvertragsmieten liegen oft darüber, die tatsächliche Kaution richtet sich nach der Miete im Vertrag.
Fehlen in Berlin Wohnungen?
Bevölkerung und Wohnungsbestand haben sich seit Ende 2022 ungefähr gleich entwickelt. Eine Lücke lässt sich rechnerisch nicht ablesen. Der Leerstand lag beim Zensus 2022 bei 2,0 % (bundesweit 4,3 %).
Woher ziehen die meisten Menschen nach Berlin?
Zwischen 2022 und 2024 kamen netto die meisten aus Köln, Stuttgart, Hamburg. Der Wanderungssaldo 2024 lag bei +7,3 je 1.000 Einwohner.

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Weitere Kreise

Landshut · Darmstadt · Chemnitz · Bremen · Gelsenkirchen · Leipzig · Hamburg · München · Erzgebirgskreis

Quellen