Einordnung
Hamburg wächst um 2,01 %, der Bestand um 1,95 %: Die Lücke von 562 Wohnungen (0,06 %) liegt im ausgeglichenen Bereich. Der Leerstand beträgt 1,9 %, der niedrigste Wert aller 400 Kreise. Größte Herkunftskreise sind Kiel, die Region Hannover und Bremen, ins Umland verliert die Stadt Einwohner: Harburg (−5.236) und Pinneberg (−4.453) führen.
Die Kennzahlen im Überblick
| Kennzahl | Wert | Rang von 400 |
|---|---|---|
| Einwohner Ende 2025 | 1.869.473 | – |
| Bevölkerung seit Ende 2022 | +2,01 % | – |
| Wohnungsbestand seit Ende 2022 | +1,95 % | – |
| Rechnerische Lücke | +562 Wohnungen (+0,06 %) | 25. |
| Wanderungssaldo 2024 | +6,7 je 1.000 Einwohner | 98. |
| Nettokaltmiete im Bestand | 9,16 € je m² | 25. |
| Leerstand (Zensus 2022) | 1,9 % | 400. |
| Eigentümerquote | 21,6 % | 388. |
| Baulandpreis 2025 | 1.083 € je m² (465 Verkäufe) | 12. |
| Geschosswohnungen | 79,4 % des Bestandes | – |
| Anteil ab 65 Jahre | 18,2 % | 391. |
Rang 1 bedeutet jeweils den höchsten Wert unter den 400 Kreisen. Die Lücke ist eine eigene Berechnung aus amtlichen Zahlen, keine amtliche Größe.
Woher kommen die Menschen, wohin gehen sie?
Größte Herkunftskreise (Zuzüge minus Fortzüge, 2022 bis 2024, ab 100 Personen):
- Kiel: +932
- Region Hannover: +893
- Bremen: +719
- Stuttgart: +516
- Köln: +438
Größte Abflüsse:
- Harburg: −5.236
- Pinneberg: −4.453
- Stormarn: −4.420
Der Wanderungssaldo im Jahr 2024 beträgt 12.465 Personen (95.603 Zuzüge, 83.138 Fortzüge), einschließlich Wanderungen über die Bundesgrenze. Gegenüber allen anderen deutschen Kreisen ergibt sich über drei Jahre ein Saldo von −9.298.
Bilanz seit Ende 2022: Einwohner und Wohnungen
Hamburg hatte Ende 2025 1.869.473 Einwohner (+36.798 seit Ende 2022) und 1.010.584 Wohnungen (+19.341). Auf 100 zusätzliche Einwohner kamen 53 zusätzliche Wohnungen. Um die Versorgung von Ende 2022 zu halten, wären 54 nötig gewesen.
Rechnerisch leben 1,85 Einwohner je Wohnung (Ende 2022: 1,85; bundesweit 1,90). Ein niedriger Wert deutet auf viele Ein-Personen-Haushalte und größere Wohnungen je Kopf hin, ein hoher auf dichtere Belegung.
Kaution in Hamburg: Beispielrechnung
Bei der Bestandsmiete von 9,16 € je m² kostet eine Wohnung mit 60 m² rund 550 € Nettokaltmiete im Monat. Die Kaution darf nach § 551 BGB höchstens drei Nettokaltmieten betragen, hier also etwa 1.650 €. Bestandsmieten (Zensus 2022) liegen meist unter den Mieten neuer Verträge; wer neu vermietet, rechnet mit der vereinbarten Miete.
Mietkautionskonto in Hamburg: Banken im Vergleich· Kaution berechnen
Was das für Vermieter heißt
Mit 9,16 € je m² Bestandsmiete und 1.083 € je m² Bauland ist Hamburg ein teurer, aber sehr dicht bespielter Markt. Ein Leerstand unter 2 % bedeutet kaum Reserve: Wohnungen sind schnell vermietet, der Einstiegspreis nimmt aber viel von der Rendite vorweg.
Häufige Fragen
Wie hoch darf die Mietkaution in Hamburg sein?
Fehlen in Hamburg Wohnungen?
Woher ziehen die meisten Menschen nach Hamburg?
Weiterrechnen
- Mietrendite berechnen — mit Ihrer Kaltmiete und dem Kaufpreis
- Kaufnebenkosten berechnen
- Alle 400 Kreise auf der Karte und wie gerechnet wird
- Alle Kreis-Steckbriefe
- Vermieter-Cockpit: Fristen je Wohnung im Blick
Weitere Kreise
Landshut · Darmstadt · Chemnitz · Bremen · Gelsenkirchen · Leipzig · Berlin · München · Erzgebirgskreis
Quellen
- PrimärquelleFortschreibung des Wohnungsbestandes (31231-0020) und des Bevölkerungsstandes (12411-0015)— Statistisches Bundesamt, Stand 31.12.2025
- PrimärquelleZensus 2022: Gebäude und Wohnungen— Stichtag 15.05.2022
- PrimärquelleWanderungsstatistik und Kreiswanderungsmatrix 2022 bis 2024— Statistische Ämter des Bundes und der Länder
- PrimärquelleKaufwerte für Bauland (61511-01-03-4)— Berichtsjahr 2025