Hypothekenanleihen oder Immobilienanleihen sind eine weitere Möglichkeit die Kaution für eine Mietimmobilie zu hinterlegen, welche jedoch in den meisten Fällen nicht ratsam ist. Es gibt unterschiedlichste Arten von Anleihen, häufig werden die Hypothekenanleihen mit einem relativ hohen Zinsgewinn beworben. So ist es möglich einen festen Betrag (meist in 500,00€ oder 1000,00€ Einheiten) fest zu verzinsen. Der Zinssatz varriiert je nach Einstufung von 4,8% bis zu 5,35%.

In der Vergangenheit wurde diese Art der Mietkaution häufiger und aktiver beworben, mittlerweile (2020) sind die entsprechenden Anbieter nicht mehr aktiv oder es ist wesentlich schwieriger ein Produkt mit Hypothekenanleihen zu erhalten. Dies ist unter anderem auch auf die Risiken bei dem Finanzprodukt zurück zu führen.

Risiken bei Hypothekenanleihen

Bei einer Anlage mit einer hohen Verzinsung muss man immer die Risiken genau kennen und ggf. in Kauf nehmen. So unterliegen die Einlagen nicht der staatlichen Kontrolle oder einer staatlichen Aufsicht. Es gibt keine Einlagensicherung für die Anlage. Es kann ein Ausfall der Zinszahlung erfolgen oder ggf. eine Zinsrückzahlung erfolgen. Es gibt Einschränkungen der Handelbarkeit der Anleihen im Freiverkehr.

Das bedeutet, eine einmal gekaufte Anleihe ist schwierig wieder zu verkaufen, bzw. zu liquidieren. Auch wenn eine Mietsicherheit in den meisten Fällen nicht genutzt wird, so sollte diese trotzdem die Möglichkeit bieten tatsächlich vom Vermieter genutzt zu werden.

Ob die Anlage tatsächlich das hält, was zuvor versprochen wurde, kann durch eine fehlenden Einlagensicherung nicht garantiert werden. Daher ist Vorsicht geboten bei geschlossenen Immobilienfonds.

Risiken minimieren bei der Mietkaution

Gemäß Mietrecht ist der Vermieter lediglich verpflichtet eine Anlage für die Mietkaution zu wählen, welche eine dreimonatige Kündigungsfrist mit den dafür üblichen Zinssätzen hat. Gleichzeitig können Mieter und Vermieter jedoch auch eine andere Form der Mietkaution wählen. Möchte man das Risiko minimieren und lediglich die Kaution auf einem Sparkonto anlegen, so empfiehlt sich der Vergleich von Mietkautionskonten – insbesondere wenn es darum geht ein Kautionskonto komplett online einzurichten. Leider gibt es hierfür immer noch nicht so viele Banken, welche diesen Prozess digitalisiert haben. Aktuell (April 2020) erhält man auf die Einlagen der Mietkaution 0,01% Zinsen, die Kosten für ein Kautionskonto sind je nach bank unterschiedlich.

Alternativen mit höherer Rendite

Der Grund eine Hypothekenanleihe in Betracht zu ziehen liegt meistens darin, dass es derzeit auf Kautionskonten relativ geringe Zinsen gibt und eine Möglichkeit gesucht wird eine höhere Rendite auf die Mietkaution Anlage zu erhalten. Dies ist derzeit, in der Niedrigzinsphase, lediglich mit einem Mietkautionsdepot möglich. Die Vorgehensweise wie ein Mietkautionsdepot genutzt werden kann ist wie folgt:

  1. Sprechen Sie mit Ihrem Vermieter, ob dieser ein Mietkautionsdepot als Mietsicherheit akzeptiert
  2. Fonds aussuchen, welche wenig Volatilität und eine breite Streuung bieten – Tipp: Suchen Sie online nach passenden Fonds im Fondsfinder
  3. Ein Depotkonto eröffnen, welche eine Mietkautionsdepot unterstützt
  4. Stücke berechnen und im Kaufvertrag eintragen
  5. Innerhalb des Depots eine Abtretungserklärung ausfüllen und dem Vermieter aushändigen – diese wird vom Depotanbieter zugeschickt
  6. Optional: Ggf. einen Freistellungsantrag parallel ausfüllen und bei der Bank einreichen

Mehr Informationen zu einem Mietkautionsdepot, möglichen Fonds und der detaillierten Vorgehensweise erhalten Sie ebenfalls auf mietkautionsdepot.com