Die Mietkaution ist eine Sicherheitsleistung für den Vermieter, es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie diese hinterlegt werden kann. Eine Möglichkeit stellt das Kautionssparbuch da – also eine Sparbuch auf welchem die Kautionssumme hiterlegt wurde und welches anschließend an den Vermieter verpfändet wurde. Was passiert jedoch, wenn das Kautionssparbuch verloren wurde? Bekommt man die Kaution trotzdem ausbezahlt?

Bei Verlust eine Sparbuchs oder eine Verpfändungsurkunde gibt es die folgenden Möglichkeiten:

  • Sicherstellen, dass der verlust tatsächlich stattgefunden hat, also bsw. dass die Urkunde oder das Sparbuch nicht nur versehentlich verlegt wurden und ggf. doch noch auffindbar sind
  • Sofern ein Wiederfinden ausgeschlossen wurde ist der Kontakt mit der Bank oder dem Unternehmen herzustellen, welche die Urkunde (Sparbuch, Verpfändungserklärung, Bürgschaftsurkunde) ausgestellt hat

Anschließend kann man mit der Bank oder der Versicherung besprechen, wie ein Verlust zu melden ist und welche Optionen es für die hinterlegten Sicherheiten gibt.

Die Bürgschaftsurkunde oder Verpfändungsurkunde ist nicht mehr auffindbar

Hat man kein Kautionssparbuch, sonder eine Mietkautionsversicherung bzw. Mietkautionsbürgschaft abgeschlossen – so erhält man eine Bürgschaftsurkunde von der Versicherung als mieter ausgestellt, welche man dem vermieter übergibt. Hat nun bspw. der Vermieter diese Urkunde nicht mehr greifbar oder diese ist tatsächlich verloren gegangen – so bietet sich die Möglichkeit, dass der Vermieter sich an die Versicherung bzw. den Aussteller der Urkunde wendet und den Verlust bestätigt. In der Regel wird hierfür eine Gebühr fällig um eine neue Urkunde auszufüllen und zuzuschicken. Soll die Kautionsbürgschaft aufgelöst werden, so ist in der Regel lediglich eine Bearbeitungsgebühr notwendig – anschließend kann die Bürgschaft gekündigt werden. In den meisten Fällen passiert dies taggenau.

Welche alternative Möglichkeiten gibt es für die Mietkaution?

Je höher die monatlichen Mieten werden, desto höher werden in der Regel auch die zu hinterlegenden Kautionen. Hat man bspw eine Wohnung mit einer Nettokaltmiete von 1.200€ – so kann der Vermieter eine Kaution von 3 Monatskaltmieten verlangen, in diesem Fall 3.600€. Für viele Mieter ist dies eine beachtliche Summe, welche auch eine Rendite ermöglicht, sofern diese nicht auf einem schlecht verzinsten Kautionskonto hinterlegt wird. Dies ist bspw. mit einem Mietkautionsdepot möglich. Hierbei wird ein Fonds-Depot eröffnet und Fonds-Anteile gekauft. Anschließend werden diese Anteile an den Vermieter verpfändet – können jedoch im Gegenzug zu einem Sparkonto eine höhere Rendite erzielen.

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