Wohnraummangel in Deutschland: Ursachen, Zahlen und Eingriffe im Überblick

Veröffentlicht am 4 Min. Lesezeit

Wohnraummangel, oft auch Wohnungsnot genannt, ist kein einzelnes Problem, sondern ein Bündel aus Angebot, Nachfrage, Kosten und Politik. Diese Seite ordnet, was es dazu bei mietkautionskonto.info gibt: die Zahlen, die Ursachen, die Eingriffe und das, was Mieter, Vermieter und Eigentümer davon im Alltag spüren.


1. Die Zahlen: Wie groß ist die Knappheit?

2. Der Rahmen: Geld, Kredit und Bau

3. Die Instrumente: Was Mieter schützt

4. Der Blick über die Grenze

5. Die Wohnungssuche im Engpass

6. Was Sie selbst tun können

Häufige Fragen

Wie viele Wohnungen fehlen in Deutschland?

Das hängt von der Berechnung ab. Der Deutsche Mieterbund nennt in seinem Mietenreport 2026 rund 1,4 Millionen fehlende Wohnungen Ende 2024 (Berechnung des Pestel-Instituts für das Verbändebündnis Soziales Wohnen). Würde der langfristige Leerstand aktiviert, bliebe nach dieser Rechnung ein Defizit von rund 790.000 Wohnungen. Andere Institute kommen auf abweichende Werte, weil Annahmen zu Haushaltsgröße, Zuwanderung und Leerstand unterschiedlich sind.

Warum wird die Wohnungsnot nicht kleiner, obwohl der Bestand wächst?

Nach der amtlichen Fortschreibung des Statistischen Bundesamts wuchs der Wohnungsbestand seit 2015 um 6,0 Prozent, die Wohnfläche je Einwohner aber um 7,1 Prozent. Ein Teil des Neubaus wird also durch mehr Fläche je Person aufgezehrt, etwa durch kleinere Haushalte und größere Wohnungen. Die Auswertung steht im Artikel Wohnfläche pro Kopf.

Wo ist die Wohnungsnot am größten?

Sie ist regional sehr ungleich verteilt. Die Auswertung aller 400 Kreise zeigt, wo die Bevölkerung seit Ende 2022 schneller wächst als der Wohnungsbestand und wo dagegen viel Leerstand besteht.

Quellen

Diese Seite ordnet Zahlen und Themen ein. Sie ersetzt keine Rechts- oder Anlageberatung und bezieht keine Position zu politischen Streitfragen.


Weiterführende Themen