Die Kautionsversicherung als Mietkaution hat nicht nur Fürsprecher, sowohl aus Mieter als auch Vermietersicht. Auch obwohl die verschiedenen Versicherungsanbieter attraktive Produkte anbieten, welche für Mieter eine Option bieten keine Mietkaution zu hinterlegen, so gibt es Kritikpunkte und Alternativen, welche man in Betracht ziehen kann.

Kautionsversicherungen im Vergleich

Ein Vergleich von Mietkautionsversicherungen sollte auf jeden Fall in Erwägung gezogen werden, um die verschiedenen Angebote individuell für die eigene Kautionssumme und Laufzeit besser miteinander vergleichen zu können:

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Wann macht eine Kautionsversicherung Sinn?

Eine Mietkautionsversicherung wird meistens dann in Erwägung gezogen, wenn die Mietkaution nicht in voller Höhe verfügbar ist, weil zu dem Zeitpunkt des Umzugs die Liquidität nicht mehr so hoch ist. Es kann bspw. auch vorkommen, dass die bisherige Mietkaution der alten Wohnung noch nicht ausgezahlt wurde, nun jedoch bereits eine neue Mietkaution hinterlegt werden soll.

Oder aber die Zinsen auf den Mietkautionskonten erscheinen wenig attraktiv, so gibt es aktuell nur noch 0,01% Zinsen auf die Einlagen, welche unter Umständen recht hoch sein können, je nachdem wie hoch die Nettokaltmiete ist und ob der Vermieter 2 oder 3 Kaltmieten als Kaution fordert.

Eine Mietkautionsversicherung wird somit in diesen Situationen gerne genutzt:

  • Die Kautionssumme kann nicht in voller Höhe hinterlegt werden (mangelnde Liquidität)
  • Die Zinsen auf einem Mietkautionskonto erscheinen zu gering
  • Die bisherige Kaution wurde noch nicht ausgelöst und man sucht eine Zwischenlösung
  • Ein negativer Schufa-Eintrag verhindert die Vergabe eines Kautionskredites, bei Anbieter über Infoscore ist die Kautionsversicherung jedoch möglich

Welche Alternativen gibt es zur Mietkautionsversicherung?

Der Mietkaution Ratgeber kann auf jeden Fall eine grobe Einschätzung geben, welche Art von Mietkaution in welchem Fall Sinn ergeben kann:

Sucht man eine Alternative zu Mietkautionsversicherungen oder ist nicht davon überzeugt, so lohnt es sich die Gebühren und Kosten genauer unter die Lupe zu nehmen und alternative Möglichkeiten zu suchen. Hier eine tabellarische Übersicht die verschiedenen Mietkaution Möglichkeiten:

 SparbuchBankbürgschaftMietkautionsbürgschaft
Kautionsbetragmuss hinterlegt werdenmuss nicht hinterlegt werdenmuss nicht hinterlegt werden
Kostenevtl. Gebühr bei Abschluss
- siehe Vergleich Sparkonten
Einrichtungsgebühr je nach AnbieterEinrichtungsgebühr varriiert
Akzeptanz bei Vermietersehr hoch - da lange Jahre bekannthochmittelmäßig - da noch nicht sehr bekannt
Bonität vorausgesetztkeine - Kaution muss vorgelegt werdenkeine BonitätsprüfungBonitätsprüfung je nach Anbieter
Onlineabschluss möglichjaja, bei Hausbankenja

Gleichzeitig sollte man die Konditionen der Kautionsversicherungen in Erfahrung bringen, hier gibt es eine gute Übersicht der tatsächlichen Kosten und Gebühren. So liegen die Gebühren pro Jahr bei ca. 4,5% – 5,25% bemessen an der eigentlichen Kautionssumme. Diese Gebühren fallen so lange an, wie das Mietverhältnis besteht. Nutzt man einen Ratenkredit, so können die Kosten hierfür in Form von Kreditzinsen geringer ausfallen.

Konkreter Vergleich der Konditionen

Vergleicht man die Konditionen einer Kautionsversicherung oder Bankbürgschaft mit denen eines Ratenkredits, so ist unschwer zu erkennen, dass die aktuellen Sollzinsen in der Niedrigzinsphase geringer sind als die Gebühren einer Versicherung. Plant man als Mieter daher längerfristig in einer Wohnung zu wohnen und ein Kredit wird bspw. bereits in Form eines Umzugskredits in Erwägung gezogen, so kann es Sinn ergeben, die Mietkaution über einen Kredit zu finanzieren, bspw. über Anbieter wie auxmoney und die geliehene Summe auf einem Kautionskonto zu hinterlegen.

In diesem Fall wäre sowohl Mieter als auch Vermieter gedient, da die Kaution traditionell auf einem Kautionssparbuch hinterlegt wird und der Mieter geringere Kosten als bei einer Versicherung hat – zumal diese nach der Kredittilgung turnusgemäß enden.

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Vorteile und Nachteile für den Vermieter

Vergleicht man sowohl die Vorteile und Nachteile einer Kautionsbürgschaft für den Vermieter so kommt man zu folgender Zusammenfassung:

Vorteile:

  • Zeitersparnis da kein Kautionskonto eingerichtet werden muss oder ein Sparbuch hinterlegt wird
  • Möglichkeit auch Objekte zu vermieten, die ggf. weniger nachgefragt werden
  • Im Schadensfall je nach Versicherung schnelle Auszahlung
  • Bonitätsabfrage (bspw. Schufa) des Mieters inklusive

Nachteile:

  • Ist ein Schadensanspruch vorhanden, so benötigt man häufig ein Schadensformular, die Kostennachweise und den Mietvertrag um tatsächlich die Kaution auszulösen. Versicherungen beschreiben dies auch häufig als „Mieterschutz“

Vorteile und Nachteile für den Mieter

Vorteile:

  • Schonung der Liquidität
  • Möglichkeit keinen Kredit aufzunehmen
  • geringe, jedoch stetige Kosten während des Mietverhältnisses
  • Möglichkeit der Zwischenfinanzierung wenn bisherige Kaution noch nicht ausgezahlt wurde

Nachteile:

  • regelmäßige Gebühren
  • Nicht jeder Mieter erhält eine Bürgschaft aufgrund negativer Bonität
  • Wird die Kaution in Anspruch genommen, muss der Mieter dies der Versicherung zurück zahlen
  • Vermieter kann Versicherung ablehnen

Veröffentlicht am / Aktualisiert am

Autor: Mietkaution Redaktion

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