Der Begriff Miete bezeichnet einen monatlichen Betrag, welcher für die Überlassung von eines Gegenstands – im Falle von Immobilien von Wohnraum oder Geschäftsräumen vom Mieter an den Vermieter zu bezahlen ist. Dies ist in § 535 Abs. 2 BGB geregelt.

Mietarten

Es gibt unterschiedliche Arten der Miete, zunächst unterscheidet man in „Kaltmiete“ und „Warmmiete“. Hierbei geht es um den Inbegriff von Nebenkosten wie zum Beispiel Wasser, Strom, Müllabfuhr und Heizung.

Miethöhe

Eine Miethöhe, also der Betrag welcher für die Überlassung der Immobilie monatlich geleistet wird muss bezifferbar sein und ist in dem Mietvertrag festgelegt. Die Miete ist nicht zu verwechseln mit der Mietkaution, welche bspw. auf einem Mietkautionssparbuch angelegt werden kann.

Mietminderung

Die Mietminderung bezeichnet einen Sachverhalt, bei welcher der monatliche Betrag welcher von Mieter an Vermieter gezahlt wird um einen bestimmten Anteil gekürzt wird.

Eine Mietminderung kann in Fällen von Mängel an der vermieteten Immobilie vorliegen und kann vom Mieter laut § 536 BGB vorgenommen werden. Das Recht auf Minderung kann jedoch nur dann durchgesetzt werden, sofern der Mieter dem Vermieter gegenüber den Mangel auch tatsächlich aufgezeigt und den Sachverhalt gerügt hat.

Mieterhöhung

Der Begriff Mieterhöhung bezeichnet das Anheben des Mietpreises. Vor dem Einzug in eine Immobilie wird ein bestimmter Mietpreis im Mietvertrag vereinbart. Der Mieter verpflichtet sich mit Unterzeichnung des Mietverrtrages den Mietpreis regelmäßig an den Vermieter zu bezahlen, um die Immobilie nutzen zu können.

Als Vermieter ist es möglich bspw. mit einem Vermieterkonto automatisch Benachrichtigungen zu erhalten, wenn die Miete eingegangen ist, oder aber auch wenn diese einmal nicht überwiesen wurde.

Mietkaution bei Mieterhöhung

Mietkaution und MieterhöhungDem Vermieter ist es vertraglich und gesetzlich geregelt vorbehalten, den Preis der Miete zu erhöhen. Auch wenn die Miete regelmäßig erhöht wird, bedeutet dies nicht, dass ebenfalls die Kautionssumme hierfür angehoben werden muss. Die meisten Mieter und Vermieter ersparen sich diesen Verwaltungsaufwand, insbesondere wenn die Mietkaution bereits einige Jahre auf einem Kautionskonto oder einem Depot hinterlegt wurde.

Die Miete darf innerhalb von 3 Jahren um maximal 20% erhöht werden und eine Erhöhung darf erst wieder nach 15 Monaten erfolgen, wenn zuvor eine Erhöhung stattgefunden hat. Betrachtet man diese Zeiträume, so ist eine Erhöhung der Mietkaution auch abzuraten, die hinterlegte Kaution sollte innerhalb von 3 Jahren nicht signifikant vom Wert verloren haben und 20% liegen im Spielraum zwischen einer und zwei Nettokaltmieten.

Als Mieter kann man jederzeit die Mietkaution umschichten nach Absprache mit dem Vermieter. So ist es bspw. möglich ein schlecht verzinstes Kautionskonto durch eine alternative Art der Mietkaution zu tauschen. Ein Vergleich von aktuellen Konditionen kann sich lohnen.

Möchte ein Mieter eine renditestärkere Mietkaution nutzen, so ist ein Mietkautionsdepot eine Möglichkeit der Inflation vorzubeugen und auch bei Mieterhöhung eine weiterhin adäquate Mietkaution zu nutzen, die dem Mietpreis gerecht wird. Alternativ ist es ebenfalls möglich die Kaution umzuschichten und eine Bankbürgschaft oder Mietaval zu nutzen.

Warum ist die Miete wichtig für die Kaution?

Die Kaution für eine Immobilie orientiert sich anhand der Höhe die Nettomiete oder Kaltmiete. Daher ist die Kaution immer ein Multiple der eigentlichen Miete. Laut Mietrecht hat der Vermieter die Möglichkeit bis zu 3 Nettomieten als Kautionssumme zu verlangen.

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Untermietvertrag

Miete Mietkaution MietvertragEin Untermietvertrag ist eine besondere Form des Mietvertrages bei welchem eine Immobilie durch einen Mieter an einen weiteren Mieter untervermietet wird. Hierbei ist der Mieter, welcher die Immobilie untervermietet ebenso Mieter und Vermieter zugleich. In der Regel ist es in einem Mietvertrag geregelt ob ein Untermietvertrag zulässig ist.

Die besondere Form des Mietvertrages kann zusätzlich noch zeitlich geregelt werden, bspw. durch einen Zeitmietvertrag und kommt häufig in Wohngemeinschaften zum Einsatz. Hierbei wohnen verschiedene Parteien innerhalb einer Immobilie zusammen, entweder um Kosten zu sparen, oder aber um Gesellschaft zu haben und nicht alleine Wohnen zu müssen.

Auch bei einem Untermietvertrag ist es möglich, dass sich die Mieter an einer gemeinsamen Kaution beteiligen. Hierbei hinterlegt der Hauptmieter die Kautionssumme und fordert dies von seinen Untermietern ein. Es gibt auch die Möglichkeit zusammen als Wohngemeinschaft eine Mietkaution zu wählen oder ein Konto oder Depot gemeinsam zu eröffnen. Ein Vergleich verschiedener Anbieter und Möglichkeiten bietet der Kautionsrechner:

Zeitmietvertrag

Ein Zeitmietvertrag, genauso wie ein Untermietvertrag, ist eine besondere Art des Mietvertrages. Hierbei wird eine befristete Mietdauer vereinbart in welcher es dem Mieter gestattet ist die Immobilie zu nutzen. Auch für Zeitmietverträge wird eine Kaution hinterlegt, auch wenn die Mietdauer relativ kurz ist, oder bereits zuvor befristet wurde.

Zeitmietverträge werden bspw. genutzt, wenn es darum geht nur eine Zwischenzeit zu überbrücken, der Vermieter jedoch bereits einen Termin hat, zu welcher die Wohnung oder Immobilie wieder frei sein soll um bspw. selber genutzt zu werden, oder aber um auf bestimmte Ereignisse zu reagieren.

Die sind auf der Suche nach einer passenden Mietkaution für Ihren Zeitmietvertrag? Nutzen Sie den praktischen Kautionsrechner:

Wohnung kündigen

Bevor umgezogen werden kann, muss zunächst die bisherige Wohnung gekündigt werden. Hier erfahren Sie in Kürze, welche Schritte notwendig sind, sodass alles glatt läuft.

Zunächst wird vor der Wohnungskündigung eine neue Wohnung gesucht oder eine passende Wohnung generell in Betracht gezogen. Wenn eine Wohnung gefunden wurde und der Vermieter bereit ist die Wohnung zu vermieten, so gilt es einen Mietvertrag zu unterzeichnen. Nachdem der Mietvertrag unterzeichnet wurde und man ein Datum hat, zu welchem man einziehen kann, ist es nun möglich die bisherige Wohnung zu kündigen. Hierbei wird ein formloses Schreiben an den bisherigen Vermieter geschrieben, dass man zu einem bestimmten Zeitpunkt fristgerecht das Mietverhältnis kündigt und um eine Bestätigung bittet. Anschließend gilt es den Umzug zu koordinieren und zu planen.

Ein Umzug und auch die neue Wohnung ist häufig eine finanzielle Mehrbelastung, zu welchen auch noch die Hinterlegung der Mietkaution kommt. Mittlerweile gibt es mit der Mietkautionsbürgschaft und der Bankbürgschaft jedoch auch Möglichkeiten die Kaution nicht hinterlegen zu müssen.

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Lexikon rund um die Miete

Eine Übersicht an Begriffen aus dem deutschen Mietrecht und Themen welche in Verbindung mit der Mietkaution sowie dem Mieten von Immobilien stehen.

Auszug

Als Auszug werden die Handlungen bezeichnet, welche beim Verlassen einer Mietimmobilie stattfinden. Ein Auszug findet in der Regel parallel mit einem Umzug, bzw. Einzug statt. Nach dem Auszug müssen häufig noch Schönheitsreparaturen an der verlassenen Immobilie vorgenommen werden. Einem Auszug geht eine schriftliche Kündigung der Immobilie voran.

Courtage

Der französsische Begriff Courtage bedeutet soviel wie Provision. Im Bereich von Mietobjekten geht es hierbei häufig um die Vermittlung von Immobilien an einen Mieter, welcher für die Vermittlung eine Provision bezahlt.

Einbauküche

Eine Einbauküche ist eine Küche, welche in den Küchenbereich eingebaut wird. Häufig ließt man Wohnungsanzeigen in welchen das Kürzel „EBK“ verwendet wird. Dieses steht für eine Einbauküche, man muss hierbei als Mieter keine Küche mehr einbauen, ggf. kann man die bisherige übernehmen und zahlt diese dem Vermieter ab.

Praktisch ist es, wenn eine Einbauküche über die Nebenkosten über einen längeren zeitraum abgezahlt werden. So liegt die Kostenlast nicht nur auf einem Mieter, wechselt dieser so zahltder nächste Mieter ebenfalls einen Abschlag hierfür.

Lärmschutzverordung

Eine Lärmschutzverordungen regelt das Erzeugen von Lärm bzw. die Benutzung von lärmverursachenden Geräten und Tätigkeiten. So gibt es nach Angaben des DMB (Deutscher Mieterbund) die Regelung dass an Sonn- und Feiertagen sowie werktags zwischen 20.00 und 7.00 Uhr keine Rasenmäher, Motorkettensägen, Heckenscheren oder Vertikutierer eingesetzt werden dürfen.

Diese Verordnungen und Regelungen dienen allen Bewohnern und sollen lediglich das Zusammenleben der einzelnen Parteien erleichtern. Allerdings kann es weitere Regelungen in Ortssatzungen und durch Landesgesetze gelten. Örtliche Mietervereine kennen hierbei die gesonderten Vereinbarungen am Besten.

Nachmieter

Der Begriff Nachmieter beschreibt den Mieter, welcher nach dem aktuellen Mieter einzieht. In manchen Fällen wird ein Nachmieter durch den aktuellen Mieter gesucht, in der Regel ist hierfür jedoch der Verwalter oder Vermieter der Immobilie zuständig.

Nebenkosten

Nebenkosten, sind Kosten welche neben der Miete zusätzlich gezahlt werden müssen. Die Miete wir hierbei als Kaltmiete bezeichnet, der Begriff Warmmiete beinhaltet die Nebenkosten einer Immobilie. Diese sind in der Regel vertraglich festgehalten und können folgende Punkte beinhalten:

  • Grundsteuer
  • Abwasser
  • Wasserkosten
  • Fahrstuhl
  • Müllabfuhr
  • Straßenreinigung
  • Hausreinigung
  • Ungezieferbeseitigung
  • Gartenpflege
  • Beleuchtung
  • Schornsteinreinigung
  • Versicherungen
  • Hauswart
  • Gemeinschaftsantenne
  • Breitbandkabel
  • Wascheinrichtung
  • Sonstige Kosten

Schönheitsreparaturen

Der Begriff Schönheitsreparaturen und Instandsetzungkosten wird häufig missverstanden und es gibt eine rechtliche Auseinandersetzung über eben diese. Im eigentlichen Sinne sind es keine Reparaturen sondern, es handelt sich in der Regel um eine Renovierung bei Auszug aus einer Immobilie. Hierbei werden oberflächliche Schäden der Immobilie ausgebessert und das Aussehen der Räume verbessert. Dies enthält alle Arbeiten, welche an Schäden durch das normale Abwohnen einer Immobilie entstanden sind. Häufig sind im Mietvertrag bestimmte Arbeiten aufgelistet, welche beim Auszug aus einer Immobilie getätigt werden müssen.

Ist dies nicht der Fall gibt es rechtliche Vorgaben – jedoch nicht bezogen auf den Begriff Schönheitsreparaturen.

In § 28 Abs. 4 Satz 3 II. BV gibt es eine Regelung, welche besagt:

„das Tapezieren, Anstreichen oder Kalken der Wände und Decken, das Streichen der Fußböden [sic!] und der Heizkörper einschließlich Heizrohre, der Innentüren sowie der Fenster und Außentüren von innen.“

Diese Auslegung kann in verschiedener Art interpretiert werden.

Teppichboden

Ein Teppichboden ist eine Bodenart, welche in Mietwohnungen aber auch anderen Immobilien verwendet wird. Hierbei handelt es sich um Fasern, welche auf Basis einer dynamischen Einheit verlegt werden können. Teppichboden ist im Vergleich zu anderen Bodenbelegen einfach zu verlegen und vergleichweise günstig in der Anschaffung. In den letzten Jahren verzichten Vermieter darauf teppichböden in die Immobiline zu legen und verwenden stattdessen Linoleum oder hochwertigere Böden wie Fließen oder Laminat. In seltenen Fällen wird Parkett verlegt.

Wasserzähler

Der Wasserzähler ist in Wohnungen an allen Stellen vorhanden an welchen ein Wasseraustritt besteht. Dies ist häufig in der Küche sowie im Badezimmer der Fall. Ein Wasserzähler wird in regelmäßigen Abständen vom Vermieter oder Verwalter abgelesen um somit die Nebenkostenabrechnung durchführen zu können.