Darf ein Vermieter ein „Mietkautionsammelkonto“ anlegen, auf welchem mehrere Mietkautionen eingezahlt werden?

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Zunächst ist der Vermieter laut Gesetz verpflichtet die Kaution getrennt vom übrigen Vermögen anzulegen. § 551 Abs. 3 BGB.

Somit ist es möglich, dass er das Geld auf einem Sammelkonto anlegt. Allerdings ist der Vermieter ebenfalls verpflichtet den Zinserlös aus der Kautionssumme dem Mieter gutzuschreiben. Diese Zinsen müssen versteuert werden (Zinsabschlag).

In der Regel wird der Zinsabschlag von der Bank direkt abgezogen, außer der Bank liegt ein Freistellungsauftrag vor. Wird das Konto auf den Vermieter eingerichtet (bei einem Sammelkonto der Fall) kann ein Freistellungsauftrag nicht erteilt werden, da der Kontoinhaber und der Steuerschuldner zwei verschiedene Personen sind.

In einer solchen Konstellation kann der Vermieter dem Mieter die von ihm gezahlte Zinsabschlagsteuer in Rechnung stellen und der Mieter kann diese dann wiederum im Rahmen seiner Steuererklärung geltend machen.

Einfacher wäre, wenn der Mieter die Kaution selber anlegt und eine Verpfändungserklärung dem Vermieter überreicht. Alternativ gibt es die Möglichkeit ein DKB Vermieterpaket zu nutzen mit EInzelkontos und einer Verwaltungsansicht, oder aber den Dienst mietwise, welcher die Mietkautionen online verwaltet.

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